Swatch- und Richemont-Aktien nach Exportzahlen gesucht

Die Aktien der Uhrenkonzerne Swatch und Richemont notieren am Dienstag nach einem Auf und Ab aktuell mit festeren Kursen.
20.09.2016 11:36
Die Uhrenaktien sind am Dienstag gesucht.
Die Uhrenaktien sind am Dienstag gesucht.
Bild: Bloomberg

Die Schweizer Uhrenexporte sind im August weniger deutlich als befürchtet zurückgegangen, entscheidend dürften nun aber die Statistiken für die nächsten drei Monate sein, meinen Analysten.

Bis um 10.55 Uhr steigen Richemont um 0,9% auf 57,60 CHF und stehen damit auf dem bereits im frühen Handel erreichten Tageshöchstniveau. Auch Swatch Group liegen nach vorübergehenden Einbussen wieder gut im Plus, und zwar mit derzeit 0,5% auf 259,70 CHF. Derweil steigt der Gesamtmarkt gemessen am SMI um 0,37% in die Höhe.

Die Schweizer Uhrenexporte nahmen im August um 8,8% auf 1,35 Mrd CHF ab und lagen damit etwa über den Prognosen der ZKB (1,32 Mrd). Nach den schwachen Daten zur Umsatzentwicklung der Richemont-Gruppe von vergangener Woche, hatte Analyst Patrik Schwendimann seine Schätzungen für die August-Exportstatistik nach unten revidiert.

Nächste Monate entscheidend

Entscheidend sei nun aber, wie sich die Exporte in den kommenden drei Monaten entwickeln würden. In den nächsten drei Statistiken, die nebst der Juli-Statistik die wichtigsten des Jahres seien, gehe der Markt nämlich von einer gewissen Stabilisierung der Exporte aus, so Schwendimann weiter. Der Grund dafür seien die tieferen Vergleichszahlen aus dem Vorjahr.

Die Uhrenexporte seien im August, verglichen mit Juli (-14%) und den acht Monaten des laufenden Jahres (-10,9%), weniger stark gesunken, und dies obwohl die Vergleichsbasis im August schwieriger zu übertreffen war, meint René Weber von der Bank Vontobel. Er hatte in der jüngsten Statistik mit einem deutlicheren Rückgang in Höhe von 15% gerechnet. Während sich Hongkong und die USA weiterhin schwach entwickelten, sei es in China dank der tiefen Vorjahresbasis zu einem starken Aufschwung gekommen, heisst es.

Für den September rechnet Weber mit einem Minus bei den Uhrenexporten im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich. Und im vierten Quartal dürfte sich der Abschwung weiter abschwächen. Daher rechnet der Vontobel-Analyst fürs Gesamtjahr nach wie vor mit einem Rückgang der Uhrenexporte von rund 6%, was verglichen mit den Daten zu den ersten acht Monaten doch eher optimistisch sei.

(AWP)