Swatch und Richemont legen zu - Schweizer Uhrenexporte steigen im August um 5,5 Prozent

Die Schweizer Uhrenhersteller haben im August erneut mehr Uhren ins Ausland verkauft als im Vorjahresmonat.
20.09.2018 10:12
Swatch-Geschäft in Kowloon auf dem Festlandteil der Sonderverwaltungszone Hongkong.
Swatch-Geschäft in Kowloon auf dem Festlandteil der Sonderverwaltungszone Hongkong.
Bild: cash

Die Exporte kletterten nach den Angaben des Schweizerischen Uhrenverbands (FH) um 5,5 Prozent auf 1,50 Milliarden Franken.

Die Uhrenexporte hätten ihr Wachstum auch im August fortgesetzt und beinahe das Niveau des Vormonats erreicht, schrieb der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie in einer Mitteilung vom Donnerstag. Damit hätten die Ausfuhren in den ersten acht Monaten zusammengerechnet um 9,5 Prozent zugelegt.

Die Entwicklung bei den verschiedenen Preissegmenten verlief im August unterschiedlich. Die billigeren Uhren mit einem Preis von unter 500 Franken verzeichneten im August einen deutlichen Rückgang, sowohl wertmässig (-10,2%) als auch hinsichtlich der Stückzahl (-9,0%).

Die Uhren mit einem Preis von über 500 Franken steigerten hingegen ihren Ausfuhrwert um 7,7 Prozent.

Im wichtigsten Absatzmarkt Hongkong florierten die Verkäufe erneut: Die Exporte in die ehemalige britische Kronkolonie kletterten um 14,5 Prozent auf gut 189 Millionen Franken. Doch auch in den zuletzt hapernden Märkten USA (+9,0%) und China (+18,6%) waren Schweizer Uhren im August wieder gefragt.

Die Ausfuhren in den viertwichtigsten Markt Grossbritannien (+0,6%) stagnierten hingegen. Nach einem herausfordernden Start ins Jahr scheine sich das Vereinigte Königreich nun aber wieder stabilisiert zu haben, stellt der Uhrenverband fest.

Dagegen lief das Geschäft in den anderen grossen Ländern Europas schlechter. In Frankreich schrumpften die Verkäufe um 8,7 Prozent, in Italien um 9,7 Prozent und in Spanien um 9 Prozent. Nur nach Deutschland (+0,3%) wurden etwas mehr Uhren ausgeführt.

Uhren-Aktien legen zu

Die Aktien der Luxusgüter- und Uhrenkonzerne Swatch Group und Richemont sind am Donnerstag gut in den Handel gestartet. Bis um 09.30 Uhr legen die Inhaberaktien von Swatch um 0,8 Prozent auf 388,50 Franken und die Papiere von Richemont gar 1,5 Prozent auf 79,96 Franken zu. Der Gesamtmarkt gewinnt gemessen am SMI 0,32 Prozent.

berzeugt hätten insbesondere die grossen Märkte Hongkong und Festlandchina mit Zuwachsraten von knapp 15 Prozent und 19 Prozent, während auch in die USA 9 Prozent mehr geliefert wurde, so der ZKB-Analyst weiter. Die August-Daten widersprächen somit den Ängsten am Markt, dass sich der Geschäftsgang in der zweiten Jahreshälfte eintrüben könnte.

Mit der August-Statistik scheint die Skepsis gegenüber den Uhrenaktien etwas nachzulassen. Die Sorgen vor weltweiten Handelsstreitigkeiten und einer nachlassenden Nachfrage aus China, hatten in den vergangenen Monaten vor allem Swatch an der Börse stark zugesetzt. Die Titel des Bieler Konzerns seien auf dem aktuellen Kursniveau attraktiv bewertet, glaubt Schwendimann. Er belässt seine Empfehlung auf "Übergewichten".

(SDA/AWP)

 
Aktuell+/-%
EUR/CHF1.0805-0.07%
The Swatch Grp I208.90-0.10%
CieFinRichemont N60.60-0.39%
SMI10'216.28+0.05%