Swiss im Sommerquartal wieder mit Aufwind

Die Swiss hat im Sommerquartal wieder zugelegt. Von Juli bis September stieg der Betriebsgewinn (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 194 Millionen Franken.
02.11.2016 08:17
Die Boeing 777 «Triple Seven», seit Februar 2016 das Flaggschiff der Swiss.
Die Boeing 777 «Triple Seven», seit Februar 2016 das Flaggschiff der Swiss.
Bild: cash

In den gesamten neun Monaten des Jahres sank der operative Gewinn indes um 13,2 Prozent auf 348 Millionen Franken, wie die Lufthansa-Tochter am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Grund für den Rückgang seien vor allem Einmaleffekte.

Diese waren aufgrund der neuen Gesamtarbeitsverträge in Cockpit und Kabine sowie durch ein höheres Ergebnis bei Währungssicherungen zustande gekommen. Damals wurden Pensionsrückstellungen neu bewertet, was einen positiven Effekt für das Ergebnis hatte.

Die Einnahmen schrumpften indes bei der Swiss in den ersten neun Monaten um 2,6 Prozent auf 3,57 Milliarden Franken. Alleine im Sommerquartal gingen sie um 1,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken zurück. Grund dafür sei vor allem die Frankenstärke, hiess es. Sie ermögliche den Konkurrenten, die Preise zu senken, und erhöhe damit den Druck auf die Erlöse der Swiss.

Gewinnsprung bei der Lufthansa

Die Umstellung der Betriebsrenten für die Flugbegleiter hat indessen der Konzernmutter Lufthansa im Sommer einen kräftigen Gewinnsprung verschafft. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Gewinn von 1,4 Milliarden Euro und damit 79 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Europas grösste Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Weil der Konzern den Flugbegleitern der Kernmarke Lufthansa künftig nicht mehr die Rentenhöhe, sondern nur noch die Einzahlungen in das Rentensystem garantiert, konnte er Rückstellungen in Höhe von gut 700 Millionen Euro auflösen. Der Konzern und die Gewerkschaft Ufo hatten sich dazu bereits vor einigen Monaten geeinigt.

Im laufenden Geschäft konnte der Dax-Konzern wegen des Preiskampfs in der Branche und der schwierigen Lage bei der Luftfracht das Niveau aus dem Vorjahr nicht halten. Der Umsatz ging um gut ein Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zurück. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sank trotz deutlich niedrigerer Treibstoffkosten um sechs Prozent auf 1,15 Milliarden Euro.

Ihre Wachstums- und Investitionspläne für das laufende Jahr hat das Unternehmen nun ein Stück weit eingedampft. Bei den Investitionen liegt dies aber auch an der verzögerten Auslieferung neuer Flugzeuge.

(SDA/AWP)