Swiss-Life-CEO glaubt weiter an Aktien

Swiss-Life-CEO Patrick Frost liegt das Asset Management am Herzen. Im Videointerview mit cash sagt der frühere Anlagechef des Lebensversicherers, welche Anlagen er empfiehlt und was Drittkunden vor allem nachfragen.
13.08.2014 15:10
Von Marc Forster
Patrick Frost führt den Lebensversicherer Swiss Life seit dem 1. Juli.
Bild: cash

Die tiefen Zinsen bleiben eine Herausforderung für die Finanzdienstleister, wie Frost im cash-Video-Interview sagt. Deutliche Veränderungen an der Zinsfront erwartet der Konzernchef, der am 1. Juli seine neue Charge übernommen hat, nicht. Das mache wiederum Anlageklassen wie Aktien und Immobilien attraktiv: "Solange geopolitisch in den nächsten Wochen und Monaten nicht allzuviel Negatives passiert, wird der Aktienmarkt weiter unterstützt sein", sagt der Chef des zweitgrössten Schweizer Lebensversicherers.

Frost, der 2006 bis 2014 Anlagechef der Swiss Life gewesen war, empfiehlt den institutionellen Kunden daher ausdrücklich auch Aktienengagements: Der Anteil von Aktien, die der Versicherer für Drittkunden verwaltet, liege allerdings nur bei etwa 7 Prozent. Swiss Life wird schwergewichtig als Spezialist für Firmenanleihen und Immobilien angesehen, wie Frost selbst durchblicken lässt.

Aus Sicht der Swiss-Life-Aktionäre ist die Erwartung höherer Dividenden trotz eines erfolgreichen Halbjahres für den Vorsorgekonzerns noch verfrüht. Das deutlich um 22 Prozent auf 10,9 Milliarden Franken gestiegene Eigenkapital ist nicht massgeblich für die Bemessung der Ausschüttung, wie Frost betont. Die Swiss Life behält unter ihrem neuen Chef aber vorerst das Ziel bei, 20 bis 40 Prozent des Gewinns weiterzugeben.

Derzeit sei man bei der Ausschüttung am unteren Ende des Zielbands: "Das wird über die nächsten Jahre so bleiben, wir müssen neue Kapitalpuffer aufbauen, und wir haben immer kommuniziert, dass wir in ein bis zwei Jahren die Dividendenpolitik genauer anschauen und gegebenenfalls auch anpassen werden", sagt Frost.

Im cash-Video-Interview äussert sich Patrick Frost auch zum Halbjahresergebnis der Swiss Life.