Swiss Life erwartet anspruchsvolles Jahr

Swiss Life Schweiz-CEO Ivo Furrer geht davon aus, dass das Geschäftsjahr 2016 nach den sehr guten Ergebnissen in den beiden vorangegangenen Jahren anspruchsvoller wird.
28.03.2016 17:50
Ivo Furrer in einem früheren cash-Interview.
Ivo Furrer in einem früheren cash-Interview.
Bild: cash

"In gewissen Bereichen starteten wir zwar gut, etwa mit Swiss Life Select oder der Immobilienberatung, obwohl wir auch dort die wirtschaftliche Abkühlung zu spüren bekommen", sagte Furrer im Interview mit der "Schweiz am Sonntag" (Ausgabe, 27.03.2016). Bei den Prämieneinnahmen erwarte die Swiss Life am Heimmarkt jedoch nicht mehr die gleichen Zuwachsraten wie in den letzten Jahren.

Vom rückläufigen Wachstum im Kerngeschäft seien das Unternehmens- und das Privatkundengeschäft gleichermassen betroffen, so Furrer. "Wobei das Neugeschäft vor allem in der Einzellebensversicherung immer anspruchsvoller wird." Die firmeneigenen Ziele müsse man aber nicht senken. Künftig plane die Swiss Life mit einem weniger prägnanten Wachstum. "Für uns gilt der Grundsatz: Wir wollen nicht auf Kosten der Profitabilität wachsen." Dabei habe nicht nur die Swiss Life, sondern die ganze Vorsorgebranche mit der ausserordentlichen Zinssituation und den "deutlich zu hohen" Kapitalanforderungen zu kämpfen.

Mit Blick auf die anhaltend tiefen Zinsen entwickle die Swiss Life das Angebot neben dem reinen Lebensversicherungsgeschäft vermehrt in Richtung Anlageprodukte und Gebührengeschäft, das weniger kapitalintensiv sei. Dabei gehe es etwa um Fonds oder fondsähnliche Produkte. Nicht nur da, sondern etwa auch im Hypothekargeschäft konkurrenziere die Swiss Life die Banken. Sie hat derzeit dank des erfreulichen Wachstums Hypotheken von gut 6 Mrd CHF ausstehend. "Für uns sind Hypotheken eine gute Anlageklasse, um unsere langfristigen Verpflichtungen zu reflektieren", erklärt Furrer

(AWP)