Swiss Life erzielt leicht höheren Gewinn

Die Swiss Life hat im ersten Halbjahr etwas mehr Gewinn erzielt als im Vorjahr. Die Analysten-Erwartungen wurden dabei klar übertroffen.
11.08.2016 07:17
Eingang am Hauptsitz von Swiss Life am Mythenquai in Zürich.
Eingang am Hauptsitz von Swiss Life am Mythenquai in Zürich.
Bild: cash

Der Betriebsgewinn nahm um 5% auf 729 Mio CHF zu und der Reingewinn um 1% auf 500 Mio CHF, wie der Lebensversicherer am Donnerstag mitteilt. Mit diesen Zahlen hat die Versicherung die Vorgaben der Analysten klar übertroffen. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) wurde ein Betriebsgewinn von 691 Mio CHF und ein Reingewinn von 481 Mio CHF erwartet.

Das Prämienvolumen (Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen) nahm gleichzeitig um 8% auf 10,1 Mrd CHF ab (-9% in Lokalwährungen). Die Kommissions- und Gebührenerträge vermochte die Gesellschaft jedoch in lokaler Währung um 3% auf 656 Mio zu erhöhen. Diese Entwicklungen entsprechen der Strategie: So will sich das Unternehmen auf Geschäfte konzentrieren, die weniger Kapital binden, und so die Gewinnqualität verbessern. Analysten hatten denn auch mit einem tieferen Prämienvolumen gerechnet.

"Wir sind mit unserem neuen Unternehmensprogramm Swiss Life 2018 erfolgreich gestartet", bilanziert CEO Patrick Frost in der Mitteilung das erste Halbjahr. Die konsequente Ausrichtung auf profitables Wachstum und der Fokus auf den Ausbau des Fee-Geschäfts habe sich ausbezahlt. Insgesamt sei der Versicherer "sehr gut auf Kurs", um seine finanziellen Ziele für das Geschäftsjahr 2016 zu erreichen.

Allerdings spürt die Swiss Life, wie die gesamte Branche, die aktuell sehr tiefen Zinsen. Die Neugeschäftsmarge sank auf 1,5% von 1,7% im Vorjahr. Damit sei immerhin das selbst angepeilte Ziel erreicht worden, heisst es weiter.

Das Eigenkapital lag Ende Juni bei 14,4 Mrd CHF nach 12,3 Mrd Ende 2015 und damit über den Analysten-Schätzungen (AWP-Konsens: 13,2 Mrd CHF). Die annualisierte und um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigte Eigenkapitalrendite wird mit 11,1% (VJ 11,6%) angegeben und bleibt damit über dem Mittelfrist-Ziel von 8% bis 10%. Die Nettoanlagerendite (nicht annualisiert) nahm auf 1,6% von 2,0% ab. Die nicht annualisierte direkte Anlagerendite sei jedoch stabil bei 1,5% geblieben, heisst es weiter.

(AWP)