Swiss Life verwöhnt die Aktionäre

Die Swiss Life hat im Geschäftsjahr 2015 den Gewinn gesteigert und ist zumindest in Lokalwährungen gewachsen. Die Aktionäre kommen in den Genuss einer deutlich höheren Dividende.
01.03.2016 07:31
Swiss Life übertrifft die Erwartungen der Analystengemeinde.
Swiss Life übertrifft die Erwartungen der Analystengemeinde.
Bild: www.swisslife.ch

Der Reingewinn nahm um 7% auf 878 Mio CHF zu, während der bereinigte Betriebsgewinn gar um 17% auf 1,33 Mrd in die Höhe geklettert ist, wie der Lebensversicherer am Dienstag mitteilt. Dabei hätten alle Einheiten zu der positiven Entwicklung einen Beitrag geleistet. Derweil sind die Prämieneinahmen in Franken leicht um 1% auf 18,9 Mrd zurückgegangen, in Lokalwährungen resultierte dagegen eine Zunahme von 5%.

Mit den Kapitalanlagen steigerte die Swiss Life trotz anhaltend tiefer Zinsen und negativer Währungseffekte die Nettoerträge auf 5,2 Mrd CHF von 5,1 Mrd, die Nettorendite ging leicht auf 3,7% von 3,8% im Vorjahr zurück. Das Eigenkapital nahm per Jahresende um 5% auf 12,2 Mrd ab, und die um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigte Eigenkapitalrendite lag mit 9,7% (VJ: 9,6%) weiterhin in der oberen Hälfte der Zielbandbreite von 8% bis 10%.

Wie schon am Investorentag im vergangenen November macht die Swiss Life erneut Angaben zum Swiss Solvency Test (SST). Die SST-Quote liege Anfang 2016 um 140%, heisst es in der Mitteilung. Im November hatte man per 1. Januar 2015 einen Wert zwischen 140 und 160% gemeldet.

Dank der verbesserten Solvabilität kommen die Aktionäre wie angekündigt in den Genuss einer deutlich über dem Vorjahr liegenden Dividende von 8,50 CHF je Aktie (verrechnungssteuerfrei) nach 6,50 CHF. Am Investorentag im vergangenen November hatte die Swiss Life eine Ausschüttung in Höhe von mindestens 8 CHF je Titel versprochen.

Mit den Gewinnzahlen hat die Swiss Life die Marktvorgaben übertroffen und schaffte beim Eigenkapital eine Punktlandung. Analysten hatten im Vorfeld im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Reingewinn von 846 Mio CHF und einen Betriebsgewinn von 1,21 Mrd erwartet. Das Eigenkapital wurde auf 12,2 Mrd geschätzt.

CEO Patrick Frost spricht in der Mitteilung von einem "erfreulichen" Resultat. Vor dem Hintergrund der Tief- und Negativzinsen, einer unsicheren Weltwirtschaftslage, einschneidenden regulatorischen Vorgaben sowie der rasanten technologischen Entwicklungen sei dies "alles andere als selbstverständlich".

(AWP)