Swiss mit mehr Passagieren - Lufthansa legt ein Jahr nach Air-Berlin-Pleite weiter zu

Ein Jahr nach der Pleite von Air Berlin hat die Lufthansa im August weiter zugelegt. Dank ihres vergrösserten Flugangebots und eines steigenden Ticketabsatzes beförderte sie mehr Passagiere.
11.09.2018 13:30
Jumbo-Jet der Lufthansa.
Jumbo-Jet der Lufthansa.
Bild: iNg

Dank des vergrösserten Lufthansa-Flugangebots und eines steigenden Ticketabsatzes beförderte die Kranich-Linie samt ihren Töchtern wie Swiss, Austrian Airlines in dem Ferienmonat rund 13,8 Millionen Fluggäste und damit 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich dabei um 0,5 Prozentpunkte auf 86,4 Prozent.

Im Frachtgeschäft ging es erneut abwärts. Bei einem vergrösserten Angebot sank die Verkehrsleistung um 0,7 Prozent auf 895 Millionen Tonnenkilometer. Die Auslastung der Frachträume verschlechterte sich um 2,7 Punkte auf 63,2 Prozent.

Mitte August 2017 hatte die damals zweitgrösste Fluggesellschaft Air Berlin nach jahrelangen Verlusten Insolvenz angemeldet. Dank eines staatlichen Massekredits hielt sie sich in den nachfolgenden Wochen zwar noch in der Luft, fuhr ihr Flugangebot aber schrittweise zurück. Die Lufthansa konnte sich in dieser Zeit vor Nachfrage nach Flugtickets kaum retten, die Ticketpreise zogen vor allem auf innerdeutschen Strecken stark an. Später übernahm die Lufthansa 77 Flugzeuge und viele Mitarbeiter von Air Berlin.

(AWP)