Swiss-Re-Aktie vorbörslich gesucht

Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal 1,44 Milliarden Dollar verdient und liegt damit deutlich höher als von Analysten prognostiziert. Die Aktie dürfte mit einem kräftigen Plus starten.
30.04.2015 08:22
Operativ lief es in den Schaden-Rückversicherungen gut.
Operativ lief es in den Schaden-Rückversicherungen gut.
Bild: Bloomberg

Der Gewinn liegt 17% höher als im Vorjahr, wie die Gruppe in der Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Die verdienten Prämien blieben mit 7,56 Mrd in etwa auf Vorjahresniveau stehen. Vorbörslich steht die Aktie um 1,44 Prozent im Plus.

Swiss Re sei in einem nach wie vor sehr anspruchsvollen Markt- und Zinsumfeld profitabel gewachsen, wird CEO Michel Liès in der Mitteilung zitiert. Dabei gelang vor allem in der Sparte Life&Health ein deutlicher Anstieg des Ergebnisses auf 277 Mio USD von 64 Mio in der Vorjahresperiode. Die operative Marge ging jedoch um 0,5 Prozentpunkte auf 9,6% leicht zurück.

Mit einer Eigenkapitalrendite von 17,2% (VJ 4,4%) sei Life&Health gut auf Kurs, um das Ziel von 10-12% zu erreichen. Auch ohne realisierte Kapitalgewinne, Absicherungsgewinne sowie die positive Wechselkursentwicklung wäre die Rendite mit 11,6% im Zielbereich zu liegen gekommen.

Im wichtigsten Standbein, der Sach- und Haftpflicht-Rückversicherung (P&C), nahmen die verdienten Prämien leicht ab auf 3,77 Mrd USD (3,81 Mrd). Die Combined Ratio hat sich zwar verschlechtert, liegt mit 84,4% (VJ 79,2%) aber immer noch auf einem tiefen und damit guten Niveau.

Prognosen deutlich übertroffen

Swiss Re hat mit den Kennzahlen die Vorgaben der Analysten beim Gewinn deutlich übertroffen und bei den verdienten Prämien erreicht. Im Vorfeld gingen die Auguren im Durchschnitt (AWP-Konsens) von einem Gewinn von 1,05 Mrd USD, verdienten Prämien von 7,57 Mrd und einer Combined Ratio P&C von 83,6% aus.

Im Ausblick sieht sich die Swiss Re mit dem Erreichen der 5-Jahresziele bis Ende 2015 weiterhin auf Kurs. Die Eigenkapitalrendite lag mit 16,1% über dem Ziel. Ab 2016 soll dann die Eigenkapitalrendite über den Versicherungszyklus um 700 Basispunkte über der Rendite zehnjähriger und nicht mehr der fünfjährigen US-Staatsanleihen liegen.

In der April-Erneuerungsrunde, in der die Erneuerung von Verträgen in Asien im Vordergrund steht, nahm das Volumen um 7% zu. Dabei habe sich die Preisqualität weiterhin auf attraktivem Niveau bewegt, so die Mitteilung.