Tag Heuer, Louis Vuitton & CoLVMH verdient dank kauffreudiger Asiaten mehr

Der Luxusgüterkonzern LVMH hat dank kauffreudiger Asiaten und Amerikaner seinen Umsatz überraschend deutlich gesteigert.
27.01.2017 07:24
Jean-Claude Biver leitet den Uhrenbereich des französischen Luxusgüterherstellers LVMH, dem die Schweizer Marken Hublot, Tag Heuer und Zenith gehören.
Jean-Claude Biver leitet den Uhrenbereich des französischen Luxusgüterherstellers LVMH, dem die Schweizer Marken Hublot, Tag Heuer und Zenith gehören.
Bild: Heinz Dahinden

Die Einnahmen stiegen im vierten Quartal auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent auf 11,27 Milliarden Euro, wie das französische Mutterunternehmen von Marken wie Louis Vuitton oder Dior am Donnerstag mitteilte.

Von Thomson Reuters befragte Experten waren lediglich von einem Zuwachs von 5,6 Prozent ausgegangen. In Schwung kam die wichtigste Sparte Bekleidung und Lederwaren. Der Umsatz stieg hier um neun Prozent. Im Gesamtjahr verdiente der in Paris ansässige Konzern mit sieben Milliarden Euro sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für 2017 zeigte sich LVMH trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit vorsichtig optimistisch.

Chinas Reiche hatten nach dreijähriger Zurückhaltung vor kurzem wieder den heimischen Markt für ihre Luxus-Einkäufe entdeckt. Angesichts gesunkener Preise und der unter Druck geratenen Landeswährung berichteten ausländische Luxushersteller zuletzt von deutlich mehr Kunden in ihren Filialen in Schanghai und Peking.

Wegen des schwächeren Yuan bekommen Chinesen in den Luxustempeln von Paris und New York mittlerweile weniger für ihr Geld. Zugleich haben Edelmarken wie etwa Chanel ihre Preise in China nach unten angepasst, um die Kluft zu den Auslandspreisen zu verringern.

(AWP)