Tech-Aktien - Der Fang-Index ist nun im Bärenmarkt

Ein viel beachteter Index der New York Stock Exchange mit den grössten Tech-Aktien der Welt fällt immer tiefer.
20.11.2018 11:54
Von Daniel Hügli
Gebäude der New York Stock Exchange an der Wall Street in New York.
Gebäude der New York Stock Exchange an der Wall Street in New York.
Bild: cash

Der Ausverkauf bei grossen Tech-Aktien, die an der US-Börse kotiert sind, hält unvermindert an. Zuletzt traf es auch Unternehmen, die sich dem allgemeinen Abwärtssog lange entziehen konnten. Zum Beispiel Apple. Die Aktie verlor am Montag erneut 4 Prozent, weil sich die Hinweise verdichten, dass die neuen iPhone-Modelle weniger populär sind als erhofft. Die Apple-Aktien befinden sich nun auf dem tiefsten Stand seit Juli.

Schlimmer sieht es bei Nvidia aus. Der Grafikkarten-Spezialist hatte zuletzt einen enttäuschenden Ausblick auf das vierte Quartal abgegeben. Schon am Freitag waren sie um 19 Prozent eingebrochen. Am Montag weitere 12 Minusprozent dazu. Die Aktie befindet siich nun auf dem tiefsten Stand seit Juli 2017.

Nvidia ist Teil des FANG+ Index der New Yorker Börse (NYSE). Dieser Index ist wegen der anhaltenen Kursverluste bei Tech-Aktin nun in einen Bärenmarkt eingetreten: Seit seinem Rekordstand am 20. Juni hat der Index 22 Prozent verloren. Eine Anlageklasse erreicht per Definition einen Bärenmarkt, wenn der Kursrutsch von einem Höchststand mindestens 20 Proznt beträgt.

Im FANG+ Index tummeln sich die zehn bekanntesten Tech-Werte, die an der US-Börse gelistet sind. Das sind nicht nur Facebook, Amazon, Netflix oder Google/Alphabet, die dem Akronym FANG den Namen gegeben haben. Sondern auch Alibaba, Apple, Baidu, Nvidia, Tesla und Twitter.

Investoren, die bei den gefallenen Tech-Aktien nun zugreifen wollen, sollten auf der Hut sein. Denn vor allem aus dem schwachen Halbleiter-Sektor reisst die Flut von schlechten Nachrichten nicht ab. Und wenn die Stimmung schon richtig mies ist, dann wiegen andere, zwar bereits bekannte Faktoren um so schwerer an der Börse. Die da sind: Handelsstreit, weitere Zinserhöhungen und eine erwartete Abkühlung der Wirtschaft.