Tech-Aktien: Mit «Pair Trades» zum Erfolg?

Eine Bank sagt, mit welchen Technologieaktien sich Geld verdienen lässt und bei welchen Anleger lieber auf rückläufige Kurse setzen sollten.
10.03.2014 09:03
Von Lorenz Burkhalter
Das dürfte CEO Tim Cook nicht gefallen: Die Berenberg Bank wettet bei Apple auf nachgebende Kurse.

In den letzten zwei Jahren liess sich mit Technologieaktien gutes Geld verdienen. Allerdings sehen sich westliche Anbieter immer öfter mit Wettbewerbern aus den Schwellenländern konfrontiert.

Die Analysten der Berenberg Bank sind deshalb der Überzeugung, dass sich die Spreu immer mehr vom Weizen trennen wird. Der eigenen Anlagekundschaft raten sie in einer aktuellen Branchenstudie zu einem sehr selektiven Ansatz.

Zum Kauf werden nur gerade die Aktien von Ericsson und Nokia sowie jene der britischen ARM Holdings empfohlen. Kultaktien wie die von Apple, Samsung oder Cisco Systems werden hingegen zum Verkauf empfohlen.

Erfolgsversprechende Wetten auf Einzelaktien

Erfolg versprechen sich die Analysten vor allem von einer Kombination von einer Wette auf steigende Kurse bei der Aktie des einen Anbieters in Kombination mit einer Wette auf fallende Kurse bei der Aktie eines schlechter aufgestellten, aber vergleichbaren Mitbewerbers.

Dabei geht es um sogenannte "Pair Trades" – anders gesagt: Der Anleger wettet bei der einen Aktie auf fallende Kurse und mit dem Verkaufserlös bei der anderen auf steigende Kurse. Und das sind die Paare:

Obschon die Aktie von Alcatel-Lucent von Kaufen auf Halten zurückgestuft wird, raten die Studienverfasser der Anlagekundschaft bei diesem Titel auf steigende Kurse und im Gegenzug bei jenem von STMicroelectronics auf fallende Kurse zu setzen.

Die Aktie des Zulieferunternehmens Foxconn wird offiziell sogar zum Verkauf empfohlen. Dennoch setzen die Analysten auf kurze Sicht auf steigende Kurse, bei der Aktie des Rivalen Catcher rechnen sie hingegen mit fallenden Notierungen.

Apple negativ

In Erwartung weiterer Marktanteilsgewinne raten die Studienverfasser bei der Aktie von ARM Holdings zu einer Wette auf höhere Kurse - und im Gegenzug bei jener von Imagination Technologies zu solchen auf rückläufige Preise.

Ähnlich bei der Aktie des Kultunternehmens Apple, welche zum Verkauf empfohlen wird. Gleichzeitig setzen die Analysten bei der Aktie des Rivalen Blackberry auf höhere Kurse, auch wenn diese auf längere Sicht negativ beurteilt wird.

Da die Berenberg Bank mit ihren Wetten in der Vergangenheit oftmals richtig lag, geht von diesen Empfehlungen für den Technologiesektor durchaus Signalwirkung aus.