Telekom - Sunrise erfüllt Gewinnerwartungen, enttäuscht aber beim Umsatz

Sunrise hat im ersten Quartal zwar weniger umgesetzt, aber mehr verdient.
16.05.2019 07:02
Olaf Swantee ist CEO von Sunrise.
Olaf Swantee ist CEO von Sunrise.
Bild: cash

Der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 447 Millionen Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) stieg dagegen um 13,2 Prozent auf 158 Millionen Franken. Unter dem Strich verdoppelte sich der Reingewinn auf 35 Millionen Franken, wie Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahr hatte der Konzern lediglich 17 Millionen Franken Nettogewinn eingefahren.

Dieses Plus sei vor allem dem Verkauf von 133 Handyantennenmasten an ein Konsortium unter der Führung der spanischen Cellnex, dem Kundenzuwachs bei Handyabos, TV und Internet sowie der Margenverbesserung bei den Telekomdienstleistungen zu verdanken, schrieb Sunrise. Zudem half eine Änderung der Rechnungslegungsvorschriften, welche das Betriebsergebnis nach oben trieb. Ohne diese Änderung wäre der EBITDA lediglich um 5 Prozent gestiegen.

Mit den Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz verfehlt, beim EBITDA erfüllt, beim Reingewinn übertroffen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 463 Millionen und einem bereinigten EBITDA von 147 Millionen Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie lediglich 25 Millionen vorhergesagt. Allerdings war die Spannweite beim Reingewinn mit 15 bis 36 Millionen Franken gross gewesen.

Höheres Ziel

Für das Gesamtjahr hebt der Telekomkonzern seine Ziele für den Betriebsgewinn um 5 Millionen Franken an. Neu erwartet Sunrise einen bereinigten EBITDA von 613 bis 628 Millionen Franken. Am Umsatzziel von 1,86 bis 1,90 Milliarden hält das Unternehmen indes fest. Die Investitionen sollen zwischen 420 und 460 Millionen Franken betragen. Bei Eintreffen der Prognose für 2019 will Sunrise eine Dividende von 4,35 bis 4,45 Franken pro Aktie zahlen. Dies wären mehr als im Vorjahr (4,20 Franken).

Im Fokus des Interesses steht allerdings die geplante Übernahme der Kabelnetzbetreiberin UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken. Eine endgültige Entscheidung der Eidg. Wettbewerbskommission (Weko) werde im zweiten Halbjahr erwartet. "Die Integrationsplanung ist angelaufen, und es zeigt sich, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Synergien realisiert werden können", schrieb Sunrise weiter.

Vorbehaltlich der wettbewerbsbehördlichen Genehmigung und Zustimmung der ausserordentlichen Generalversammlung sei mit einem Vollzug der Transaktion im vierten Quartal 2019 zu rechnen.

(AWP)

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