Tesla-Autopilot nicht auf Kreuzungsgefahren vorbereitet

Nach einwm tödlichen Unfall mit einem computergesteuerten Auto von Tesla hat der Softwareentwickler Mobileye erklärt, der Autopilot des betroffenen Modells sei nicht auf die Gefahrensituation vorbereitet gewesen sei.
03.07.2016 12:28
Tesla-Mitbegründer Elon Musk.
Tesla-Mitbegründer Elon Musk.
Bild: Bloomberg

Der Kommunikationschef der israelischen Firma, Dan Galves, sagte der Zeitung "Bild am Sonntag" (BamS) der Wagen sei lediglich mit Sicherheitssensorik für Front- und Heckkollisionen ausgestattet gewesen. "Der Unfall ereignete sich aber an einer Kreuzung. Für Kreuzungsbereiche gibt es noch gar keine praxistaugliche Sensorik." Mobileye stattet Tesla mit der entsprechenden Sicherheitstechnik aus.

"Die aktuellen Assistenzsysteme decken diesen Anwendungsfall nicht ab", sagte Galves. "Unsere Technik wird diese Erkennungsfunktion frühestens ab 2018 umfassen und die entsprechenden Sicherheitseinstufungen wird es erst Anfang 2020 geben."

Der Unfall hat in der Autobranche für Diskussionen gesorgt, denn zahlreiche Hersteller setzen für die Zukunft auf das sogenannte autonome Fahren. Der Erfolg steht und fällt mit der Sicherheit.

Der tödlich verunglückter Fahrer war den Behörden zufolge auf einer trockenen Straße unterwegs, als sich der Unfall ereignete. Ein Sattelschlepper wollte vor dem Tesla an einer Kreuzung links abbiegen. Der Sportwagen geriet unter den Truck, die Windschutzscheibe berührte dabei das Ende des Lkw. Der Tesla kam von der Straße ab und kollidierte mit einem Strommast.

(Reuters)