Thurgauer KB: Ein Fünftel weniger Gewinn

Die Thurgauer Kantonalbank hat im ersten Halbjahr zum Teil wegen eines Sondereffekts deutlich weniger verdient.
18.08.2016 07:12
Im Vorjahr profitierte der TKB-Gewinn vom Verkauf der Swisscanto-Beteiligung.
Im Vorjahr profitierte der TKB-Gewinn vom Verkauf der Swisscanto-Beteiligung.
Bild: ZVG

Der Halbjahresgewinn sank um 20 Prozent auf 66,5 Mio Franken. Im Vorjahr war der Wert allerdings vor allem wegen eines einmaligen Erlöses aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung um über 40 Prozent angestiegen. Der Geschäftserfolg als Kennzahl für die operative Leistung der Bank sank im Berichtszeitraum um 3,7 Prozent auf 74,2 Mio Franken. Man habe das erste Halbjahr 2016 "in einem unverändert anspruchsvollen Umfeld gut gemeistert", teilt das Ostschweizer Institut am Donnerstag mit.

Der Geschäftsertrag sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 159,3 Mio Franken. Hauptbestandteil war das Zinsengeschäft, wo das Institut den Brutto-Erfolg um 3,1 Prozent auf 126,0 Mio Franken verbessern konnte. Unter Berücksichtigung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsengeschäft resultierte allerdings ein Netto-Zinserfolg von 121,3 Mio Franken (-0,1 Prozent).

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft musste die Bank einen Rückgang des Erfolgs um 11 Prozent auf 23,8 Mio Franken hinnehmen. Der Erfolg im Handelsgeschäft sank um 9,1 Prozent auf 11,6 Mio Franken. Der Geschäftsaufwand legte mit 82,4 Mio Franken (+1,7 Prozent) indes etwas zu. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis stieg damit leicht auf 50,2 Prozent nach 49,5 Prozent Ende 2015.

Bilanzsumme steigt

Die Bilanzsumme der TKB stieg per Ende Juni auf 21,4 Mrd Franken. Mit einer Bilanzsumme von über 21 Mrd zähle die TKB zu den grösseren Kantonalbanken in der Schweiz, wird dies kommentiert. Bei den Ausleihungen resultierte ein Wachstum von 2,3 Prozent auf 18,5 Mrd, und die verwalteten Kundenvermögen legten 2,6 Prozent auf 16,2 Mrd Franken zu. Den Netto-Neugeldzufluss beziffert die TKB auf 474 Mio Franken nach 309 Mio im Vorjahreszeitraum.

Für das zweite Halbjahr erwartet die Bank "eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung". Tiefe Zinsen und der für die Exportwirtschaft belastende starke Franken blieben herausfordernd, ebenso die von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten geprägten Finanzmärkte, heisst es. Auch die Binnenwirtschaft dürfte sich etwas moderater entwickeln. Vor diesem Hintergrund rechnet die Bank für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem tieferen Geschäftserfolg als 2015.

(AWP)