Titlis im ersten Halbjahr mit Gewinneinbruch

Der Bergbahnbetreiber Titlis hat im ersten Semester seines Geschäftsjahr 2015/16 einen tieferen Umsatz und einen Gewinneinbruch verzeichnet.
08.07.2016 08:12
Die Rotair führt über den Gletscher hinauf auf den Titlis.
Die Rotair führt über den Gletscher hinauf auf den Titlis.
Bild: ZVG

Der Betriebsertrag lag um 22% tiefer bei 31,4 Mio CHF, der Gewinn sackte gar um 76% auf 2,9 Mio ab. Der EBIT rutschte ebenfalls um 76% auf 3,4 Mio ab, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Das asiatische Geschäft sei stark rückläufig gewesen, insbesondere dasjenige aus China. Dies liegt laut Titlis an der Visa-Situation, der Terrorlage in Europa sowie den wirtschaftlichen Bedingungen in China. Insgesamt ging die Zahl der Gruppenreisenden im Winterhalbjahr um 23% zurück. Diese Situation in China bereite einige Sorgen, so Titlis weiter.

Mit der Eröffnung der neuen Gondelbahn Titlis Xpress sei derweil das Wintersportgeschäft gesteigert worden. Es kamen 1,1% mehr Skifahrer als im Vorjahr. Durch diese Eröffnung sei das Berghotel Trübsee zum Dreh- und Angelpunkt geworden, die Umsätze hätten sich substantiell erhöht.

Mit dem Verkauf von Wohnungen im Titlis Resort wurden einmalige Nettoerträge von 0,5 Mio CHF erwirtschaftet. Dies entspreche wie geplant einem Rückgang um 7,0 Mio im Vergleich zur Vorperiode.

Der Betriebsaufwand stieg leicht um 3,7% auf 22,2 Mio CHF, der Personalaufwand erhöhte sich wegen zusätzlichen Stellen und Aufwänden für den Bau der neuen Gondelbahn um 1,7% auf 12,1 Mio.

Derweil sei der Start in die Sommersaison "zufriedenstellend" verlaufen. Die Ersteintritte Mai bis Juni lägen aber um 11% unter dem Rekordvorjahr. Die Situation auf dem chinesischen Markt bleibe angespannt, während sich andere Quellmärkte solide entwickelten. Insgesamt geht Titlis davon aus, nicht an das Rekord-Vorjahr anknüpfen zu können, rechnet aber mit einem "guten Ergebnis über dem 5-Jahresdurchschnitt." Auf die Wintersaison 2016/17, in der die Bahnen von Engelberg bis zum Stand zum ersten Mal durchgehend in Betrieb seien, blickt Titlis zuversichtlich.

(AWP)