Tokioter Börse weiter im Höhenflug

Die Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenausklang keine gemeinsame Richtung gefunden. Eine Ausnahme ist Japan.
09.12.2016 08:19
Der Vulkan Fuji-San nahe Tokio vom Flugzeug aus fotografiert.
Der Vulkan Fuji-San nahe Tokio vom Flugzeug aus fotografiert.
Bild: cash

Die Rekordjagd an der Wall Street schob auch am Freitag die Tokioter Börse an, die auf dem höchsten Stand seit einem Jahr schloss. Die Aussicht auf Konjunkturprogramme des künftigen US-Präsidenten Donald Trump verhalf vor allem Exportwerten zu Gewinnen. Der schwächere Yen lieferte zusätzliche Unterstützung. Die anderen Börsen in Fernost präsentierten sich dagegen uneinheitlich. Händler sprachen von einer Verschnaufpause nach der jüngsten Rally. Deutlich abwärtsging es in Hongkong, wo sich die Anleger vor allem von Spielcasino-Aktien trennten. In Südkorea bremste die politische Unsicherheit den Börsenhandel.

Der Tokioter Leitindex Nikkei schloss 1,2 Prozent höher auf 18.996 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich zum fünften Mal in Folge ein Plus, dieses Mal von gut drei Prozent. Besonders gefragt war der Elektronikkonzern Sony, der 3,3 Prozent zulegte. Honda gewann gut ein Prozent.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,3 Prozent tiefer. Während die Börsen in Shanghai und Taiwan zulegten, schloss der Markt in Südkorea 0,3 Prozent tiefer. Hier machte den Anlegern die Ungewissheit über die Zukunft von Präsidentin Park Geun Hye zu schaffen. Das Parlament sollte im Tagesverlauf über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park entscheiden, die wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck steht. In Hongkong büßten Aktien von Casino-Betreibern an Wert ein, weil über eine Begrenzung von Bargeldabhebungen in der Glückspielhochburg Macau spekuliert wurde.

Der Euro stabilisierte sich auf 1,0615 Dollar. Hier beschäftigte die Händler vor allem die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, noch wesentlich länger billiges Geld in die Bankenbranche zu pumpen - allerdings bei einem niedrigeren monatlichen Umfang. Der Yen notierte zum Dollar auf 114,38 Yen. Der Schweizer Franken lag zum Euro praktisch unverändert bei 1,0786 und zum Dollar bei 1,0160.

(Reuters)