Tourismus Schweiz - Titlis Bergbahnen blicken auf schwierige Wintersaison zurück

Der Bergbahnenbetreiber Titlis hat im per April abgeschlossenen Winterhalbjahr weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr.
25.06.2019 08:01
Die Titlis-Rotair zieht ausländische wie einheimische Touristen an.
Die Titlis-Rotair zieht ausländische wie einheimische Touristen an.
Bild: ZVG

Erst lag zu wenig, dann zu viel Schnee für den Skibetrieb. Immerhin sehe es für die Sommersaison 2019 besser aus.

Zwar stieg die Zahl der Gäste von 1. November 2018 bis 30. April 2019 um 1,4 Prozent auf 628'287. Damit wurde das Rekordergebnis des Vorjahrs erneut übertroffen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem 5-Jahresdurchschnitt resultierte ein Plus von 8,4 Prozent.

Trotz dieser Zunahme ging der Verkehrsertrag jedoch ganz leicht zurück. Er kam auf 23,8 Millionen Franken zu liegen nach 23,9 Millionen im Vorjahr. Ein deutlicheres Minus gab es jedoch bei den Profitabilitätskennzahlen. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT sank um knapp 55 Prozent auf 2,9 Millionen. Unter dem Strich resultierte auch ein deutlich tieferer Gewinn von 2,4 Millionen nach 5,5 Millionen im Vorjahr.

«Enormer Aufwand»

Grund für das schlechtere Resultat der "enorme Aufwand" für den Schneesportbetrieb im Winter 2018/19. In den Monaten November und Dezember hätten grosse Mengen an technischem Schnee produziert werden müssen, um den Skibetrieb zu ermöglichen. Die extremen Schneefälle ab Januar wiederum hätten zusätzliche Pistenfahrzeug-Stunden und somit beträchtliche Mehrkosten verursacht.

Im Gegensatz zur schwierigen Wintersaison sei der Start in die Sommersaison 2019 geglückt. Die Ersteintritte Mai bis Juni lagen rund 2,5 Prozent über den Rekord-Vorjahresmonaten, teilte die Gesellschaft mit. Und grundsätzlich bleibe man auch optimistisch, was den Winter anbelangt. "Mit Blick auf die Trends in Europa und den Überseemärkten dürfen wir eine erfolgreiche Wintersaison 2019/20 erwarten."

Bereits im März dieses Jahres hatte die Gesellschaft bekannt gegeben, dass die Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit den Brunni-Bahnen eingestellt wurden. Nach verschiedenen Verhandlungsrunden hatte man festgestellt, dass die Preis-Vorstellungen in Bezug auf eine Übernahme "zu stark auseinanderliegen".

(AWP)

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