Toyota muss wegen des starken Yen zurückrudern

Der starke Yen und das schwächelnde US-Geschäft belasten den japanischen Autobauer Toyota.
04.08.2016 09:50
Deutlich weniger verdient im ersten Quartal des Geschäftsjahres: Toyota (im Bild der Boardcomputer eines Toyota Prius).
Deutlich weniger verdient im ersten Quartal des Geschäftsjahres: Toyota (im Bild der Boardcomputer eines Toyota Prius).
Bild: ZVG

Toyota verdiente deshalb im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres weniger und musste seine Prognosen leicht senken. So wird beim Umsatz jetzt mit einem Rückgang um 8 Prozent auf 26 Billionen Yen (rund 250 Milliarden Franken) gerechnet, wie das Unternehmen am Donnerstag in Tokio mitteilte.

Beim Überschuss rechnet der mit VW um die Krone des weltweit grössten Autoherstellers ringende Konzern jetzt mit einem Rückgang um 37 Prozent auf 1,45 Billionen Yen. Damit wurden die Umsatz- und Gewinnerwartungen leicht zurückgenommen. Bei der Zahl der verkauften Fahrzeuge im Geschäftsjahr geht Toyota weiter von 10,15 Millionen Stück aus - das wäre etwas mehr als im Vorjahr.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres fiel der Umsatz trotz eines gestiegenen Absatzes auf 6,6 Billionen Yen. Dabei machte sich der starke Yen bemerkbar, der die im Ausland erzielten Zuwächse mehr als aufzehrte. Unter dem Strich ging der Gewinn um rund 15 Prozent auf 552 Milliarden Yen zurück.

Seit einem Jahr deutlich verteuerter Yen

Toyota hatte in den Jahren zuvor unter anderem auch vom Kurs der japanischen Notenbank, den Aussenwert des Yen zu drücken, profitiert. Dadurch stieg die Wettbewerbsfähigkeit des japanischen Konzerns. Doch seit Mitte 2015 drehte sich der Wind am Devisenmarkt und der Yen hat sich seitdem deutlich verteuert.

In den USA kämpft Toyota zudem mit dem niedrigen Ölpreis. Dieser führt dazu, dass die Käufer im zweitgrössten Automarkt der Welt nicht mehr so stark auf die Verbrauchswerte schauen. Da Toyota-Fahrzeuge vergleichsweise wenig Sprit verbrauchen, waren die Autos der Japaner zeitweise besonders beliebt. Diesen Effekt gibt es jetzt nicht mehr, so dass der Absatz in Nordamerika rückläufig war.

(AWP)