Trader setzen nun auf Gold

Laut Chartanalysten steht der Goldpreis vor einer deutlichen Erholung. Der Kurs könnte auf das Niveau vom letzten Mai steigen.
03.10.2013 13:19
Von Frédéric Papp
Das charttechnische Bild spricht derzeit für Gold.
Das charttechnische Bild spricht derzeit für Gold.
Bild: Bloomberg

Gold steht vor einem erneuten Ausbruch auf 1425 Dollar - so glaubt es zumindest Chartanalyst Bill O’Neill von Logic Advisors. Dies sagte er am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das entspräche einer Kurssteigerung von knapp 9 Prozent. Letztmals notierte das Edelmetall im Mai auf dem von O'Neill prognostizierten Niveau.

Für eine baldige Erholung des Goldpreises steht eine bestimmte charttechnische Konstellation namens "doppelte Bodenbildung". Diese hatte sich in den letzten zwei Monaten ausgebildet, nachdem der Goldpreis vor zwei Tagen zum zweiten Mal in die Region von 1275 Dollar gefallen war. Charttechniker sehen nun eine günstige Ausgangslage für eine Trendumkehr.

Am Mittwoch kletterte Gold denn auch um 2 Prozent auf 1315 Dollar. Zu Handelsbeginn am Donnerstag hingegen bleib der Unzenpreis auf der Strecke und ist sogar leicht rückläufig. Doch O’Neill ist zuversichtlich, dass das Edelmetall bald die zweite Stufe zünden wird.

Für einen höheren Goldpreis sprechen derzeit auch fundamentale Gründe. Der anhaltende Budgetstreit in den USA und die hinausgeschobene Reduktion der Anleihenkäufe durch die amerikanische Notenbank Fed sorgen an den Finanzmärkten für Unsicherheiten und dürften den Goldpreis mittelfristig stützen.