Transocean will Aktionäre beruhigen

Transocean hat sich nach Bekanntwerden einer um Jahre verzögerten Auslieferung einer Bestellung und einem Kurssturz am Vortag bemüht, die Aktionäre zu beruhigen.
09.03.2016 06:56
Eine Bohrinsel, betrieben von Transocean.
Eine Bohrinsel, betrieben von Transocean.
Bild: Bloomberg

Man sei finanziell in einer starken Position, hiess es in einem Brief von CEO Jeremy Thigpen und VRP Merrill Miller an die Aktionäre in der Nacht auf Mittwoch. Aus dem Auftragsbestand in der Höhe von 15,5 Mrd USD per 11. Februar 2016, der mit starken Verträgen gesichert sei, werde kontinuierlich operativer Cashflow generiert.

Zusätzlich sei man mit 2 Mrd USD flüssigen Mitteln in das neue Jahr gestartet und einer nicht in Anspruch genommenen ungesicherten Kreditfazilität in der Höhe von 3 Mrd USD. Damit habe man ausreichend Liquidität, die bestehenden Verpflichtungen zu erfüllen und potentiell wertsteigernde Transaktionen zu verfolgen, die sich am Markt ergeben könnten. Weiter bleibe die Modernisierung der Bohrschiff-Flotte im Fokus, während ältere Assets aussortiert würden. Es werde zudem weiter an der Sicherheit, Effizienz und an Kosteneinsparungen gearbeitet, hiess es weiter.

Obwohl der Markt so anspruchsvoll sei wie seit 30 Jahren nicht mehr, glaube man daran, dass es zu einer zyklischen Branchenerholung kommen werde, wodurch schrittweise die Nachfrage wieder anziehen wird, so Transocean.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Auslieferung von fünf High-Specification Jackup-Plattformen an die Werft Keppel Offshore & Marine bis ins Jahr 2020 verschoben wurde. Die Mineralölunternehmen halten sich angesichts der tiefen Ölpreise bei Investitionen zurück und verschieben Projekte zur Suche und Erschliessung neuer Lagerstätten. Die Transocean-Aktie verlor in der Folge an der SIX 7,4%.

(AWP)