Transport und Logistik - Panalpina erwartet weniger Gewinn

Panalpina erwartet für das erste Halbjahr 2017 einen Gewinnrückgang. Der Transport- und Logistikkonzern kämpft mit sinkender Profitabilität.
13.06.2017 07:34
Die Panalpina-Aktie ist in den letzten Jahren kaum vom Fleck gekommen.
Die Panalpina-Aktie ist in den letzten Jahren kaum vom Fleck gekommen.
Bild: ZVG

"Während sich die Volumen weiterhin stark entwickeln, sehen wir uns wie bereits früher erwähnt mit anhaltender Margenerosion konfrontiert", lässt sich CEO Stefan Karlen in einer Mitteilung vom Montagabend zitieren. "Wir gehen somit davon aus, dass diese Herausforderungen im Markt unsere Profitabilität im ersten Halbjahr belasten und dass unsere Ergebnisse im Vergleich zur Vorjahresperiode tiefer ausfallen werden."

Eine konkrete Guidance für das erste Halbjahr hatte der Konzern bislang nicht formuliert. Nachdem sich im ersten Quartal 2017 die Gewinnzahlen rückläufig entwickelt hatten, hatte Karlen für das zweite Jahresviertel eine Margenverbesserung in Aussicht gestellt.

Neben diesen Neuigkeiten teilt Panalpina Fortschritte bei der wichtigen IT-Transformation mit. In Deutschland habe man das neue Transportmanagementsystem in verschiedenen Geschäftseinheiten Ende Mai plangemäss aufgeschaltet, heisst es in der Mitteilung weiter. Bis Juli sollen alle Seefrachttransaktionen über das neue System abgewickelt werden, bis spätestens im Oktober alle Luftfrachttransaktionen.

Nach Abschluss der Einführung in Deutschland würden rund 30% aller Transaktionen über die neue Plattform laufen. Die Vorbereitungen für die Einführung im nächsten grossen Markt, den USA, seien bereits weit gediehen.

Von der Migration auf eine neue IT-Struktur verspricht sich Panalpina aufgrund einer effizienteren Auftragsabwicklung eine deutliche Profitabilitätssteigerung. Mittelfristig werden Konversionsmargen von 25% bzw. 20% in der Luft- bzw. Seefracht angepeilt. Im ersten Quartal kamen die Werte bei 11,8% bzw. -3,0% zu liegen.

Neben Deutschland wird die neue Betriebsplattform bereits in der Schweiz sowie in Singapur, Italien und Kanada genutzt.

(AWP)