«Treasuries»-Flut bei Banken als Warnsignal

Bei den grössten Banken der Wall Street sind die Bestände an US-Staatsobligationen auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Das ist offenbar Warnsignal für den Markt.
20.02.2016 19:01
Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen ist in der abgelaufenen Woche gesunken.
Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen ist in der abgelaufenen Woche gesunken.
Bild: Bloomberg

Die 22 Primärhändler, die US-Staatsanleihen (Treasuries) direkt von der Regierung kaufen und Marktmacher für die Papiere sind, darunter Goldman Sachs und Citigroup, hielten in der Woche zum 10. Februar 113,5 Mrd. Dollar an US- Staatsanleihen, wie die jüngsten Daten der Notenbank zeigen. Die Summe ist die höchste seit Oktober 2013.

Die Zahlen weisen darauf hin, dass Investoren Wertpapiere bei den Wall-Street-Banken abladen, die wiederum Schwierigkeiten haben, sie weiterzuverkaufen, erklärt Nomura, einer der Primärhändler.

Treasuries rentierten zu Wochenschluss etwas höher und konnten eine vorherige Rally in diesem Monat nicht fortsetzen, als ein Ausverkauf bei Aktien nachließ und die Nachfrage nach der relativen Sicherheit von Staatsanleihen abebbte. “Die Händler werden mit diesen Papieren zugeschüttet", sagte John Gorman von Nomura in Tokio. “Ihre Kunden sind bearish eingestellt und verkaufen.”

Zehnjährige Treasuries rentierten diese Woche höher bei 1,75 Prozent. Zuvor war die Rendite im Februar auf 1,53 Prozent gefallen, 15 Basispunkte vom Rekordtief vom Juli 2012 entfernt.

Es war eine Woche mit Aufs und Abs für die US-Staatsanleihen, die am Donnerstag stiegen, nachdem BNP Paribas SA und Credit Suisse ihre Renditeprognosen gesenkt hatten. China und Japan, die größten ausländischen Gläubiger der USA, verkauften im Dezember US-Anleihen, wie Daten des Treasury Department vom 16. Februar zeigen. 

(Bloomberg)