Triebwerks-Ärger hält Airbus weiter in Atem

Die Probleme mit den Triebwerken des Mittelstreckenjets A320neo halten den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus weiter in Atem.
31.10.2017 07:45
Die neo-Line - «new engine option» - von Airbus hat treibstoffsparende Motoren.
Die neo-Line - «new engine option» - von Airbus hat treibstoffsparende Motoren.
Bild: Airbus

Die für 2017 geplante Auslieferung von 200 A320neo-Maschinen werde voraussichtlich nicht ganz erreicht, teilte Airbus am Dienstag mit den Quartalszahlen in Toulouse mit. Auch das Ziel, in diesem Jahr insgesamt über 700 Verkehrsflugzeuge auszuliefern, hänge damit von den Triebwerksbauern ab. In den ersten neun Monaten lieferte Airbus 454 Maschinen aus, acht weniger als im Vorjahreszeitraum. Konzernchef Tom Enders hofft auf eine Aufholjagd im vierten Quartal.

Im dritten Quartal lief es für Airbus trotz der Probleme besser als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 14,2 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (Ebit) gab um vier Prozent auf 697 Millionen Euro nach. Der Gewinn unter dem Strich fiel fast sieben Mal so hoch aus wie ein Jahr zuvor, als eine ungewöhnlich hohe Steuerlast am Ergebnis gezehrt hatte.

Für das laufende Jahr hält Enders an seiner Prognose fest, den operativen Gewinn und den Gewinn je Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern. Sondereffekte sowie der Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen ist dabei aber herausgerechnet. Für Verunsicherung sorgen zudem die Ermittlungen von Korruptionsfahndern in Grossbritannien und den USA. Diese könnten erhebliche Auswirkungen haben, hiess es erneut. Um die Wahrscheinlichkeit oder die Höhe möglicher Strafen einzuschätzen, sei es jedoch noch zu früh.

(AWP)