Trotz solider Exportzahlen  - Swatch- und Richemont-Aktien unter Druck

Die Aktien der Uhren- und Schmuckkonzerne Swatch Group und Richemont verlieren am Donnerstag in einem äusserst schwachen Marktumfeld ebenfalls deutlich an Wert.
20.12.2018 10:30
Eine Vacheron Constantin-Uhr aus dem Richemont-Konzern.
Eine Vacheron Constantin-Uhr aus dem Richemont-Konzern.
Bild: Bloomberg

Etwas Entlastung geben den Papieren die soliden Wachstumsdaten zu den Schweizer Uhrenexporten. Bis um 09.40 Uhr geben die Swatch-Titel um 1,0 Prozent auf 287 Franken und Richemont um 1,6 Prozent auf 62,20 Franken nach. Der Gesamtmarkt verliert gemessen am Leitindex SMI 1,6 Prozent.

Swatch und Richemont blicken auf ein schwaches Börsenjahr 2018 zurück. Seit Beginn sind sie vor allem von Konjunktursorgen und den Unsicherheiten rund um den Handelsstreit zwischen den USA und China belastet um 28 Prozent beziehungsweise um 30 Prozent abgerutscht. Sie kosten damit so wenig wie zuletzt Mitte 2016.

Die am Donnerstag veröffentlichten News zu den Schweizer Uhrenexporten im November werden indessen von Analysten als in den Erwartungen oder gar darüber liegend eingeschätzt. Nach einem schwachen September und einer positiven Reaktion im Oktober sei das Exportwachstum von 3,9 Prozent im November in etwa wie erwartet ausgefallen, schreibt René Weber von der Bank Vontobel.

In der Uhrenindustrie sei es quasi über Nacht seit September zu deutlichen Bremsspuren gekommen, heisst es im Kommentar der ZKB. Immerhin seien nun die Exporte für den Monat November besser als befürchtet ausgefallen, so der Analyst Patrik Schwendimann weiter.

Sowohl Weber als auch Schwendimann heben das starke Wachstum in den drei grössten Märkten Hongkong, USA und Festlandchina hervor. Dagegen habe sich die Lage in Europa wieder verschlechtert. Für die Branche bleibe das Segment der teuren Uhren der Treiber. Schlecht abgeschnitten habe dagegen das tiefe-mittlere Preissegment, indem Swatch rund einen Fünftel des Umsatzes erziele, fügte Weber an.

Der Vontobel-Analyst geht davon aus, dass die Uhrenexporte im Dezember im mittleren-einstelligen Prozentbereich zulegen dürften. Schliesslich sei die Vorjahresbasis (Dezember 2017: +0,7%) einfach zu übertreffen. Schwieriger dürfte sich der Start ins Jahr 2019 gestalten. Denn zu Beginn 2018 wuchsen die Exporte teils zweistellig.

(AWP)

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