Trübe Aussichten - Interroll wird an der Börse abgestraft - trotz guter Halbjahreszahlen

Die Interroll-Aktie reagiert mit einem prozentual zweistelligen Minus auf die vorläufige Halbjahresbilanz. Dabei liefert der Fördertechnikspezialist für das erste Semester gute Zahlen.
10.07.2019 10:02
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Bild: iNg

Während die Geschäfte in den zurückliegenden ersten sechs Monaten 2019 sehr gut gelaufen sind, lässt tieferer Bestellungseingang aber eine Verlangsamung in der zweiten Jahreshälfte erwarten. Gegen 9.50 Uhr sacken Interroll um 13 Prozent ab auf ihr bisheriges Tagestief bei 2'080 Franken. Seit Jahresbeginn gehören die Aktien mit einem Plus von immer noch mehr als 50 Prozent zu den grössten Gewinnern. Der Gesamtmarkt (SPI) steht zeitgleich 0,29 Prozent tiefer.

Wie es in einem ersten Kommentar von Analyst Jorg Schirmacher von Baader Helvea heisst, bieten die Zahlen Licht und Schatten. Der vorsichtige Ausblick für den weiteren Geschäftsverlauf sei für ihn nicht allzu überraschend, wenn man bedenke, dass das Management immer wieder betont habe, dass es schwierig würde, an die Rekorde von 2018 heranzureichen.

Bei der UBS zeigt sich Analyst Sebastian Vogel mit Blick auf den kurzfristigen Ausblick eher besorgt. So werde der schwächere Auftragseingang auch zu einem nachlassenden Geschäftsmomentum führen, schreibt der Experte. Für die derzeitigen Konsensschätzungen, die für 2019 von einem Umsatzwachstum von 15 Prozent ausgehen, sieht der Experte denn auch ein gewisses Abwärtsrisiko.

(AWP)

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