Türkei-Exporte brechen ein - Schweizer Firmen rechnen mit einem gutem Exportjahr 2017

Schweizer Firmen sehen im laufenden Jahr bessere Absatzchancen in vielen Ländern. Vor allem aus Russland, Brasilien oder Japan werden wieder mehr Aufträge erwartet.
30.03.2017 12:00
Fischer auf der Galata-Brücke in Istanbul. Die Schweizer Unternehmer ziehen aus der Türkei immer weniger dicke Fische an Land.
Fischer auf der Galata-Brücke in Istanbul. Die Schweizer Unternehmer ziehen aus der Türkei immer weniger dicke Fische an Land.

In der Türkei dürfte sich die Lage hingegen drastisch verschlechtern. Dies geht aus einer Studie der Berner Fachhochschule und des Kreditversicherers Euler Hermes hervor. An der Umfrage haben mehr als 330 exportorientierte Schweizer Unternehmen teilgenommen.

Anhaltende politische Unsicherheiten sind für die Exportentwicklung nicht förderlich, wie Stefan Ruf, Chef von Euler Hermes Schweiz, in der Mitteilung zitiert wird. Wegen der instabilen Lage seien die Exporterwartungen in der Türkei deshalb regelrecht abgestürzt. Auch in Grossbritannien rechnen die befragten Exporteure wegen der Risiken rund um den Brexit mit weniger Ausfuhren.

US-Exporte auf hohem Niveau

Demgegenüber sind die Exporterwartungen für die USA trotz der unklaren Marschrichtung von US-Präsident Donald Trump auf einem hohen Niveau, wenn auch etwas weniger ausgeprägt als im Vorjahr. Vor allem aus China und Japan dürften die Ausfuhren ebenfalls weiter zulegen.

Am stärksten verbesserte sich der Ausblick für Russland. Dank höherem Ölpreis und weniger Sanktionen haben dort die Exporterwartungen am stärksten zugelegt. Insgesamt dürften gemäss Schätzungen der Euler Hermes Gruppe die Exporte im laufenden Jahr um 7 Mrd CHF steigen.

Der Euro-Franken Wechselkurs bleibe stabil bei etwa 1,07 CHF, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe. Damit seien die Auswirkungen der abrupten Franken-Aufwertung vor zwei Jahren weitgehend vorüber.

(AWP)