Übernahmewelle gibt New Yorker Börsen Auftrieb

Eine Reihe von Milliardenfusionen hat zum Wochenbeginn für Kursgewinne an der Wall Street gesorgt.
24.10.2016 22:25
Gute Stimmung an der Wall Street zum Wochenanfang.
Gute Stimmung an der Wall Street zum Wochenanfang.
Bild: Bloomberg

"Die Deals zeigen, dass die Unternehmen die Aussichten für die Wirtschaft positiv einschätzen, und das ist ermutigend", sagte Chefökonom Peter Cardillo vom Anlageberater First Standard Financial. Vor allem die geplante 85 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekom-Riesen AT&T sorgte für Furore. Zudem rechnen offenbar viele Börsianer mit guten Quartalszahlen in der laufenden Bilanzsaison.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18'223 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,5 Prozent auf 2151 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1 Prozent auf 5309 Stellen.

Im Blick stand insbesondere der Medienkonzern Time Warner, den der Telekom-Riese AT&T übernehmen will. Die Time-Warner-Aktie sank um rund 3 Prozent, nachdem die Spekulationen auf eine Gegenofferte gedämpft worden waren. AT&T fielen um 1,7 Prozent. Auch Bedenken am Markt wegen möglicher Hürden vonseiten der Wettbewerbshüter trugen dazu bei. Am Freitag hatten Spekulationen um die Fusion Time Warner um fast 8 Prozent in die Höhe gehievt.

Grossfusion auch in der Luftfahrtbranche

Die Titel von B/E Aerospace schossen um mehr als 16 Prozent in die Höhe. Der Luftfahrtzulieferer soll für 6,4 Milliarden Dollar vom Konkurrenten Rockwell Collins erworben werden, dessen Aktie rund 6 Prozent nachgab.

Hoch im Kurs standen die Aktien von T-Mobile US: Sie schnellten nach der Verdoppelung des Quartalgewinns um 9,5 Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 800 Millionen Aktien den Besitzer. 1771 Werte legten zu, 1170 gaben nach und 157 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,51 Milliarden Aktien 1679 im Plus, 1115 im Minus und 213 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 6/32 auf 97-20/32. Die Rendite stieg auf 1,7629 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 15/32 auf 94-14/32 und rentierte mit 2,5155 Prozent.

(Reuters)