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UBS-Aktie fällt auf Dreizehnmonatstief

Nach der Publikation der Halbjahreszahlen am Dienstag setzt die Aktie der grössten Schweizer Bank den Kursrückgang am Mittwoch fort.
30.07.2014 12:07
Von Daniel Hügli
UBS-CEO Sergio Ermotti muss einen Rückschlag der Bankaktie verdauen.

Die Aktie der UBS fällt am Mittwoch in einem leicht schwächeren Gesamtmarkt um fast 3 Prozent bis auf 15,86 Franken. Das ist der tiefste Stand seit Ende Juni 2013. Bereits am Dienstag hatte die Aktie im Anschluss an die Publikation der Halbjahreszahlen 1,8 Prozent verloren.

Die Ratingagentur Moody's hat am Dienstagabend den Ausblick für das Kreditrating der UBS auf neu "negativ" zurückgestuft. Sorgen bereiten den Anlegern nach wie vor auch die anhaltenden Probleme mit Rechtsfällen der UBS. Bisher wurden bei der UBS insgesamt Rückstellungen von knapp zwei Milliarden Franken für Rechtsstreitigkeiten gebildet. Das ist laut ZKB-Analyst Andreas Brun zu wenig.

Zurzeit beschäftigt die UBS ein Steuerstreit mit Frankreich. Die dortige Regierung fordert eine Kaution in der Höhe von rund 1,4 Milliarden Franken. Aber auch aus den USA droht der UBS weiteres Ungemach. Es sind Verfahren wegen Wechselkursmanipulationen und ein Hypothekarfall hängig.

Kritisiert wird im Nachgang zu den UBS-Semesterzahlen auch die schwache Entwicklung des Kerngeschäftes der Bank, das Wealth Management. Die Bruttomarge (BM) sank hier im zweiten Quartal um 3 Basispunkte auf ein Rekordtief von 84 Punkten - weil vermögende Kunden zwar ihr Geld zur Bank bringen, es dort aber liegen lassen und nicht anlegen. Der UBS-Zielwert ist ein BM-Band zwischen 95 bis 105 Punkten. Analysten sehen den realistischen Zielwert eher bei 90 Punkten.

Die Aktie der UBS-Konkurrentin Credit Suisse verliert am Mittwoch 0,8 Prozent. Sie bewegt sich damit ebenfalls nahe an einem Dreizehn-Monatstief.