UBS: CS-Aktie jetzt kaufen

Die UBS rechnet bei den europäischen Bankaktien mit höheren Kursen. Als Schlüsselempfehlung nennt sie ausgerechnet die Aktie der Erzrivalin Credit Suisse.
18.03.2014 08:07
Von Lorenz Burkhalter
Der Bankenanalyst der UBS findet sichtlich Gefallen an der Aktie der Rivalin Credit Suisse (Bild).
Der Bankenanalyst der UBS findet sichtlich Gefallen an der Aktie der Rivalin Credit Suisse (Bild).
Bild: ZVG

Den Hauptsitz der UBS trennen am Paradeplatz in Zürich nur ein paar Schritte von jenem der Credit Suisse. Dennoch könnten die kulturellen Unterschiede zwischen den beiden Rivalen kaum grösser sein.

Spätestens seit die UBS vor gut zwei Jahren weiten Teilen des Investment Banking entsagt hat, geht jede Grossbank ihren eigenen Weg. Nicht zuletzt deshalb sorgt eine aggressive Kaufempfehlung der UBS für die Aktie der Credit Suisse am frühen Dienstag am Markt für Gesprächsstoff.

Die Botschaft des verantwortlichen Analysten ist unmissverständlich: Der Zeitpunkt für einen Einstig sei günstig, habe die Erzrivalin die Talsohle doch endlich durchschritten. Auf einen Anlagehorizont von 12 Monaten sieht er die Aktie auf nicht weniger als 33,50 Franken klettern, was einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von ziemlich genau 25 Prozent entspricht.

Die Aktie der UBS konnte in den letzten zwölf Monaten 18 Prozent zulegen. Die Performance der CS-Aktie beträgt etwa 2 Prozent.

Dividende dürfte kräftig erhöht werden

Die Credit Suisse werde vermutlich weitere Sonderbelastungen ins laufende Geschäftsjahr packen, so der Analyst. Aufgrund der beim Eigenkapital erzielten Fortschritte, den freundlichen Aktienmärkte und einiger sich noch immer gut entwickelnden Bereiche im Handel mit Festverzinslichen, Devisen und Rohstoffen sei in Zukunft mit substanziell höheren Dividenden zu rechnen.

Darüber hinaus sei das schon seit mehreren Jahren laufende Transformationsprogramm weit fortgeschritten. Die Grossbank habe sich aus nicht zum Kerngeschäft zählenden Geschäftsaktivitäten zurückgezogen, die Bilanz gestärkt und die Kosten umfassend gesenkt.

Selbst unter Berücksichtigung der zukünftig deutlich strengeren Eigenmittelvorschriften nach Basel III spreche das Geschäftsmodell für eine hohe Barmittelgenerierung. Das nicht zuletzt deshalb, weil das Private Banking ein attraktiver Bereich bleibe.

Und obschon der Analyst mit seinen längerfristigen Annahmen für die Eigenkapitalrendite unter den firmeneigenen Mittelzielen der Credit Suisse liegt, macht er bei der Aktie der Rivalin ein beträchtliches Aufwärtspotenzial aus.