UBS erhöht Rückstellungen in US-Hypothekenstreit

Die UBS stellt sich bei diversen Rechtsfällen am US-Hypothekenmarkt auf Milliardenkosten ein.
28.10.2016 06:56
Während der Subprime-Krise gerieten viele US-Immobilien unter den Hammer.
Während der Subprime-Krise gerieten viele US-Immobilien unter den Hammer.
Bild: Pixabay

Der weltgrößte Vermögensverwalter erhöhte seine Rückstellungen für mehrere dort anhängige Streitigkeiten im Sommerquartal um 417 Millionen Dollar auf 1,4 Milliarden Dollar, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Quartalsbericht hervorgeht.

Der Hypothekenstreit in den USA ist einer der größten noch anhängigen Rechtsfälle der Bank. Auch andere Banken sind betroffen. Der Deutschen Bank etwa droht vom US-Justizministerium eine Strafe über 14 Milliarden Dollar.

Viele Großbanken hatten in den USA Hypotheken an mittellose Familien vergeben. Die Risiken wurden anschließend an Investoren weitergereicht - in Form von hochkomplexen Anleihen, die den Banken hohe Gebühren brachten. Als der Markt 2007 kollabierte, erwiesen sich diese Bonds als wertlos. Viele der Käufer fühlten sich über den Tisch gezogen und klagten erfolgreich gegen die Banken.

Die UBS sieht sich neben einem Verfahren beim Justizministerium auch mit anderen Rechtsfällen am US-Hypothekenmarkt konfrontiert. Die Analysten von JPMorgan hatten für diese Fälle zuletzt eine Buße von insgesamt zwei Milliarden Dollar für die UBS erwartet. Konzernweit lagen die Vorsorgen für Rechtsstreitigkeiten bei dem Schweizer Institut Ende September bei 2,98 Milliarden Franken.

Dank einer guten Entwicklung im US-Vermögensverwaltungsgeschäft und geringeren Kosten durch das laufende Sparprogramm steigerte die UBS ihren Vorsteuergewinn von Juni bis September dennoch um elf Prozent auf 877 Millionen Franken.

(Reuters)