UBS: «Homeoffice» gerät unter Druck

Die Grossbank UBS verschärft für ihre Angestellten die Regeln für die Arbeit von zu Hause aus. Mitarbeiter hatten offenbar gerade an einem Freitag einen Homeoffice-Tag eingelegt und waren jeweils schlecht erreichbar.
03.05.2015 16:04
Die UBS zieht die Schrauben für Mitarbeiter an.
Die UBS zieht die Schrauben für Mitarbeiter an.
Bild: Bloomberg

Der ranghohe Manager Johan Jervoe der Grossbank bezeichnete in einer E-mail das Arbeiten von zuhause aus als ein Privileg, dass man nicht missbrauchen dürfe, schreibt die "Schweiz am Sonntag". Vermehrt sollen Mitarbeiter einen Home-Office-Tag am Freitag bezogen haben und nur schwer erreichbar gewesen sein.

Betroffen seien Mitarbeiter im neuen Bürokomplex bei der Zürcher Europaallee. Da es dort allerdings für 2'400 Angestellte nur 2'000 Schreibtische gebe, sei Home-Office von Beginn an ein wichtiger Bestandteil des Arbeitszeitmodells gewesen, so die Zeitung weiter.

Laut dem Brief müssten Mitarbeiter das Einverständnis des Chefs holen, bevor sie sich nach Hause begeben, und das Team informieren. Sie müssten dort genauso gut erreichbar sein wie im Geschäft und die entsprechenden IT-Werkzeuge benutzen. Wer "out of office" sei, müsse einen Ferientag beziehen. 

Die Idee der Arbeit von zu Hause gerät immer wieder unter Druck. So schaffte Yahoo-Chefin Marissa Mayer 2013 Homeoffice beim Internet-Unternehmen ab. Es sei absolut notwendig, "wir alle in unseren Büros anwesend sind. Einige der besten Entscheidungen und Erkenntnisse erwachsen aus Gesprächen auf dem Flur oder in der Cafeteria", lautete damals die Begründung.

(AWP/cash)