UBS-Immobilienblasenindex bleibt in der Risikozone

Die Gefahr einer Blase auf dem Schweizer Immobilienmarkt bleibt gemäss dem UBS-Immobilienblasenindex nach wie vor gross.
10.08.2016 09:01
Der Traum von vielen: Eine schicke Villa mit Pool. Doch das hat seinen Preis.
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Bild: iNg

Der Index sank im zweiten Quartal gegenüber dem revidierten Wert des Vorquartals leicht um 0,03 auf 1,32 Indexpunkte und verharre damit in der Risikozone, wie die UBS am Mittwoch schreibt. Grund für den zweiten Rückgang infolge seien die real sinkenden Eigenheimpreise sowie die abnehmende Dynamik des Hypothekarwachstums. Allerdings bleiben wegen der tiefen Zinsen die Investitionen in Immobilien weiterhin beliebt.

Teuerungsbereinigt seien die Eigenheimpreise zum Vorquartal um 0,6% zurückgegangen, so die UBS weiter. Auf Jahresbasis betrachtet handle es sich gar um die tiefste Wachstumsrate seit dem Jahr 2000. Derweil sei die Hypothekarverschuldung der privaten Haushalte gegenüber dem Vorjahr um nur noch 2,7% angestiegen, was ebenfalls so langsam war wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr.

Die Unsicherheiten rund um den Brexit-Entscheid hätten jüngst den Druck auf die Hypothekarsätze nochmals erhöht. Eine langfristige Hypothek koste derzeit etwa 30% weniger als noch vor drei Jahren. Trotz der attraktiven Finanzierung lasse die Preisdynamik auf dem Markt nach, da die stagnierenden Einkommen die Preisentwicklung der Eigenheime immer stärker dämpften, so die UBS. Zudem würden sich die Banken bei der Hypothekenvergabe seit der Einführung der Selbstregulierungsmassnahmen streng an die Tragbarkeitsrichtlinien halten.

Der Rückgang des Immobilienblasenindex habe auch zu Veränderungen auf der Gefahrenkarte geführt. Die Regionen Appenzell Innerrhoden, Baden und Thurtal zählen nun nicht mehr zu den Monitoringregionen.

(AWP)