UBS kaufen? Das meinen cash-Leser

Durchzogene Jahreszahlen, aber eine grosszügige Dividende. Sind die UBS-Aktien nun ein Kauf? Das Ergebnis einer Umfrage von cash ist knapp - und erstaunlich.
17.02.2015 12:29
Von Ivo Ruch
Die UBS will deutlich mehr ausschütten.
Die UBS will deutlich mehr ausschütten.
Bild: Bloomberg

Genau eine Woche ist es nun her seit die UBS ihre Geschäftszahlen für 2014 vorlegte. Die grösste Schweizer Bank sieht sich mit ihrem langjährigen Umbauprozess hin zu weniger Risiken und stabileren Erträgen am Ziel. Daneben werden die Aktionäre an der Generalversammlung am 7. Mai über eine Ausschüttung von 75 Rappen pro Aktie abstimmen können. Das entspricht einer aktuellen Dividendenrendite von knapp 5 Prozent.

Dies wurde aber so erwartet und das operative Ergebnis im vierten Quartal enttäuschte die Markterwartungen vor allem in der Paradedisziplin Vermögensverwaltung. Vor diesem Hintergrund fragt cash seine Leserinnen und Leser seit einer Woche in einer Umfrage "Ist die UBS-Aktie ein Kauf?"

Bullen in der Mehrheit

Mehr als 3600 User haben bislang ihre Meinung kundgetan und an der Umfrage teilgenommen. Dabei schält sich eine knappe Mehrheit (52 Prozent) zugunsten der UBS-Aktie heraus. Weniger positiv denkt der Gesamtmarkt über die Titel der Grossbank: Seit der Publikation der Jahreszahlen ist die UBS-Aktie um 0,2 Prozent vorgerückt – von 16,10 auf 16,13 Franken (Stand Dienstag).

Anderes Bild bei der Aktie der Konkurrentin Credit Suisse. Ihr Jahresabschluss wurde an der Börse gefeiert. Satte 12 Prozent sind die CS-Valoren seit der Veröffentlichung in die Höhe geklettert. Trotzdem: In den letzten 52 Wochen stehen beide Bankentitel mit 14 (UBS) respektive 22 Prozent (CS) im Minus.

Kursverlauf der UBS-Aktie seit 52 Wochen (Quelle: cash.ch).

Was die Zukunft betrifft, sind sich die Analysten uneins. Die Spannweite von Kurszielen für die UBS-Aktie reicht von 16,50 bis 23 Franken, was einem Aufwärtspotenzial von mehr als 40 Prozent entspricht. Die Experten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sehen die Probleme der UBS vor allem bei hohen Rechtskosten und der Erhöhung von Kapitalanforderungen. Dadurch würden die "aktuell hohen Dividendenerwartungen" belastet, schreibt Analyst Andreas Brun in einem Kommentar.

Positiver tönt es bei der Bank Vontobel. Analyst Andreas Venditti in einem Kommentar: "Trotz einiger Negativfaktoren (Frankenstärke, extrem tiefes bis neg. Zinsniveau) sind wir überzeugt, dass UBS seine attraktive Kapitalausschüttungsstrategie beibehalten wird." Gut möglich also, dass UBS-Aktionäre ein weiteres wechselvolles Jahr vor sich haben.