UBS-Konsumindikator - Kauflust flacht im Juli etwas ab

Der UBS-Konsumindikator deutet auf ein gedämpftes Wachstum im Juli hin.
30.08.2017 09:17
Das relativ schwache Beschäftigungswachstum der letzten Quartale belastet den Konsum.
Das relativ schwache Beschäftigungswachstum der letzten Quartale belastet den Konsum.
Bild: Bloomberg

Der UBS-Konsumindikator ist im Juli leicht gestiegen. Im Vergleich zum nach unten revidierten Wert des Vormonats legte der Indikator um 0,08 auf 1,38 Indexpunkte zu. Dies deute auf ein gedämpftes Wachstum des privaten Konsums hin, teilen die Ökonomen der Grossbank am Mittwoch mit. Es habe sich somit zu Beginn des dritten Quartals ein Konsumwachstum leicht unter dem langfristigen Durchschnitt abgezeichnet.

Das relativ schwache Beschäftigungswachstum der letzten Quartale bleibe weiterhin eine Belastung für den Konsum, heisst es weiter. Den Konsumindikator negativ beeinflusst hätten auch die Neuimmatrikulationen von Autos, die im Juli um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr abnahmen.

Kompensiert wurden die schwächeren Daten aus dem Automarkt laut den Angaben durch die Hotellogiernächte der Inländer, die im Vorjahresvergleich um 9,4 Prozent zunahmen. Insgesamt leicht positiv dürfte sich laut den UBS-Ökonomen auch der schwächere Franken auf das Konsumwachstum auswirken. Die Abwertung der hiesigen Währung in den letzten Monaten werde zwar zu höherer Inflation führen und schränke damit die Kaufkraft der Haushalte ein. Andererseits stärke sie die Wettbewerbsfähigkeit des Detailhandels und des Tourismus gegenüber dem angrenzenden Ausland.

Der Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von einem bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Vorlaufindikator aus sechs konsumnahen Komponenten.

(AWP)