UBS oder CS – wer berät Kunden besser?

Die UBS pflegt einen arroganten Umgang mit Kunden, schreibt ein cash-Leser zu einem Artikel. Ein anderer Leser machte diese Erfahrung bei der Credit Suisse. Diskutieren Sie mit und nehmen Sie an der cash-Umfrage teil.
13.05.2014 13:38
Von Frédéric Papp
cash-Leser werfen der UBS und der Credit Suisse Arroganz vor.
cash-Leser werfen der UBS und der Credit Suisse Arroganz vor.
Bild: Bloomberg

Vor einer Woche publizierte cash den Artikel "Die UBS schlägt die Konkurrenz". Darin wird die Strategieänderung der UBS weg vom Investmentbanking hin zur klassischen Vermögensverwaltung hervorgehoben, was sich auch auf die Quartalszahlen positiv auswirkte.

In Leser-Kommentaren zum Artikel thematisierten wird auch der Kundenservice der Grossbanken thematisiert. Den Anfang machte cash-User François Wiget: "Die Credit Suisse hat für mich das klar bessere Management und den viel kompetenteren Verwaltungsrat. Die Credit Suisse ist zudem schweizerischer. Als KMU ist man bei der CS besser aufgehoben."

Eine Reaktion auf diesen Kommentar folgte prompt: "In mehreren CS-Filialen erlebte ich die Mitarbeiter (oftmals nicht schweizerische) und die Atmosphäre als arrogant, kundenunfreundlich bis indiskret", schrieb Gautier Blanc und doppelte nach: "Mindestens in meiner UBS-Filiale stellte ich solcherlei nur selten fest, inklusive weit über 45-jährige Mitarbeiter."

Auf die Seite von Wiget schlägt sich cash-Leser Michael Brunner: "Als Firmenkunde muss ich kundenbedingt mit beiden Banken zusammenarbeiten, wobei ich die CS klar als kompetenter, freundlicher und bedeutend weniger arrogant empfinde als die UBS."

"Unter 10 Millionen Franken wird man fast ausgelacht"

Unterschiede konstatiert Brunner auch beim Umgang mit Privatkunden. "Als Privatkunde wird man bei der UBS äusserst arrogant behandelt, bringt man unter 10 Millionen Franken wird man fast ausgelacht und bekommt erst mal eine Ladung 'Disclosures' in die Hand gedrückt."

Er werde bei seiner auf dem Land befindenden UBS-Filiale bestens und freundlich bedient, auch wenn man nur mit einer halben Millionen Franken antanze, entgegnet User Blanc. "Top First Class" sei der Service ab einer Millionen Franken, so der cash-Leser. Schlechte Erfahrungen hat Blanc hingegen bei CS-Filialen an der Zürcher Goldküste gemacht.

Tiefere Kundenzufriedenheit in der Schweiz

Ein Rückgang der Kundenzufriedenheit bei Schweizer Banken diagnostiziert tatsächlich der alljährlich erscheinende World Report Banking Report der Beratungsfirma Capgemini. In der Schweiz verringerte sich der Anteil von 46,5 Prozent auf 42,1 Prozent. Damit nimmt sie den 13. Platz (2013: zehnter Platz) von insgesamt 32 untersuchten Ländern mit den zufriedensten Bankkunden ein. Ganz vorne liegen erneut Kanada (60 Prozent) und die USA (54,5 Prozent).

Erstmals untersuchte Capgemini auch, wie sich positive Kundenerlebnisse auf den Ertrag der Banken auswirken: Kunden, die gute Erfahrung mit ihrer Bank gemacht hätten, würden ihrem Geldinstitut mehr als dreimal häufiger treu bleiben, als diejenigen mit negativen Erlebnissen. Wer seine Bank in positiver Erinnerung habe, werde diese ausserdem mit einer drei- bis fünfmal höheren Wahrscheinlichkeit weiterempfehlen oder zusätzliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen. 

Welche Erfahrungen haben Sie als UBS- oder CS-Kunde gemacht? Sind sie eventuell auch unfreundlich oder gar arrogant behandelt worden? Oder sind Sie vollends zufrieden? Haben Sie sogar die Bank gewechselt? Schalten Sie sich in die Diskussion ein und nehmen Sie an der cash-Umfrage teil (hier gehts zur cash-Umfrage).