Uhrenkonzern mit JahreszahlenSwatch-Gewinn bleibt unter Erwartungen - Dividende gekürzt

Der Uhrenkonzern Swatch legt ein Jahresergebnis vor, das unter den Erwartungen des Marktes liegt.
02.02.2017 07:04
Swatch-Chef Nicholas Hayek.
Swatch-Chef Nicholas Hayek.
Bild: Bloomberg

Der Reingewinn beläuft sich auf 593 Millionen Franken. Erwartet worden waren von Analysten im Schnitt 666 Millionen Franken. Das Jahresergebnis liegt 47 Prozent unter dem Reingewinn von 2015.

Der Nettoumsatz sank um knapp 11 Prozent auf 7,55 Milliarden Franken, nachdem die Verkäufe bereits 2015 um 3 Prozent zurückgegangen waren. In Lokalwährungen betrug das Minus im Berichtsjahr ebenfalls 11 Prozent, wie Swatch am Donnerstag mitteilt.

Der Betriebsgewinn brach derweil um 44,5 Prozent auf 805 Millionen Franken ein, womit sich die operative Marge auf 10,7 Prozent nach 13,2 Prozent im Jahr 2015 und 16,3 Prozent im Jahr 2014 reduzierte..

Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer tieferen Dividende von 6,75 Franken (Vorjahr: 7,50 Franken) je Inhaber- sowie von 1,35 Franken (1,50 Franken) je Namenaktie vor.

Mit allen ausgewiesenen Kennzahlen hat Swatch die Erwartungen der Analysten klar verfehlt. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz in Höhe von 7,72 Milliarden Franken und einen EBIT von 848 Millionen Franken erwartet. Die Prognosen für die Inhaber-Dividende reichten von 4,63 bis 8,50 Franken.

Im Ausblick gibt sich die Gruppe optimistisch. Man rechne 2017 in Lokalwährungen wieder mit einem "gesunden" Wachstum, heisst es. Die Konsumlust und das Potential für Schweizer Uhren bleibe unverändert stark, und die Verkaufszahlen der letzten Monate, inklusive Januar, hätten insbesondere in Asien und im Mittleren Osten wieder steigende Umsätze gezeigt. Mit einer Erholung rechnet Swatch auch in den USA und in Europa.

(AWP/cash)