Umsatz leicht rückläufig - Swatch Group verbessert im Halbjahr Gewinn - Aktie fällt aber leicht

Die Swatch Group hat im ersten Halbjahr 2017 nach der rückläufigen Entwicklung des Vorjahres bei einem leicht tieferen Umsatz die Gewinnzahlen verbessert. Die Aktie fällt nach Börsenstart jedoch um 0,5 Prozent.
21.07.2017 09:22
Swatch erreicht die Analystenerwartungen nicht ganz.
Swatch erreicht die Analystenerwartungen nicht ganz.
Bild: Bloomberg

Dabei sei die Umsatzentwicklung bei Uhren- und Schmuck positiv gewesen, während die Verkäufe durch tiefe Produktionsumsätze mit Dritten belastet waren, wie Swatch am Freitag mitteilt. Für das zweite Halbjahr gibt sich der Uhrenkonzern zuversichtlich.

Der Nettoumsatz nahm in den Monaten Januar bis Juni um 0,3% auf 3,71 Mrd CHF ab. Zu konstanten Wechselkursen bzw. in Lokalwährung weist der Uhrenkonzern dagegen ein leichtes Plus von 1,2% aus.

Der Betriebsgewinn EBIT erhöhte sich derweil um 5,1% auf 371 Mio CHF und die entsprechende operative Marge verbesserte sich auf 10,0% (VJ 9,5%). Unter dem Strich verbleibt für das erste Halbjahr ein Reingewinn in Höhe von 281 Mio CHF, was gegenüber dem Vorjahreswert eine Zunahme von 6,8% bedeutet.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Swatch Group die Vorgaben der Analysten nicht ganz erreicht. Diese rechneten im Vorfeld im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz in Höhe von 3,74 Mrd CHF, einem EBIT von 384 Mio und einem Reingewinn von 285 Mio. Die Schätzungen zur EBIT-Marge lagen in einer Bandbreite von 8,6 bis 12,0% und durchschnittlich bei 10,2%.

An der Börse kommen die Zahlen aber nicht gut an. Im vorbörslichen Handel fallen die Valoren um 1 Prozent.

Wachstumsbeschleunigung im Prestige- und Luxussegment

Für das zweite Halbjahr 2017 gibt sich der Bieler Uhrenkonzern zuversichtlich. Bereits im Juni sowie in den ersten Wochen des Juli habe Swatch bei allen Marken eine Wachstumsbeschleunigung in Lokalwährungen verzeichnet, am ausgeprägtesten im Prestige- und Luxussegment. Die beibehaltenen Produktionskapazitäten erlaubten es, nun schnell auf die positive Entwicklung zu reagieren.

Insgesamt erwartet Swatch "ein sehr positives Wachstum in Lokalwährungen" im zweiten Halbjahr, so der Konzern. Neben dem bereits starken eigenen Retail dürfte sich auch der Wholesale mit der "schrittweisen Auflösung der Verunsicherung bei den einzelnen Händlern" positiv entwickeln. Zudem werde das weitere Wachstum auch bei allen Produktionsbereichen eine bessere Auslastung generieren. Der Bestellungseingang habe sich in den letzten Monaten auch bei den Technologiefirmen weiter erhöht.

Eine Umsatz-Guidance für das Gesamtjahr 2017 macht die Gruppe in der Mitteilung keine. Anlässlich der Bilanzmedienkonferenz von Mitte März hätte CEO Nick Hayek davon gesprochen, dass in Lokalwährungen ein Umsatzwachstum von bis zu 10% erreicht werden könnte.

(AWP)