«Unabhängigkeit muss man sich verdienen»

Die Erhöhung der Dividende ist für die Nationale Suisse keine Strategie zur Abwehr von Übernahmeinteressenten, sagt CEO Hans Künzle im Video-Interview. Und er äussert sich zu den Möglichkeiten in den Schwellenländern.
26.03.2014 11:40
Hans Künzle, CEO der Nationale Suisse.
Bild: cash

Der Versicherer Nationale Suisse hat die Analystenerwartungen mit dem Jahresergebnis 2013 leicht übertroffen. Im Bereich der spezialisierten Versicherungsprodukte, den Specialty Lines, blieb das erhoffte Wachstum allerdings aus.

CEO Hans Künzle gibt sich aber optimistisch, dass er mit seinen neuen Teams in Europa in den Specialty Lines wieder wachsen könne. Zudem rechne er mit einem Ergebnisbeitrag der neuen Stützpunkte, die in den letzten 5 Jahren in Asien und Lateinamerika aufgebaut worden seien.

Angesprochen auf die Übernahmegerüchte, die seit längerem kursieren, sagt Künzle im Video-Interview: "Die Eigenständigkeit muss man sich jeden Tag verdienen". Er habe nichts gegen die Position der Mobiliar und der Helvetia. Wenn Investoren in seine Versicherung investieren, freue er sich.

Dividendenerhöhung

Er rechne auch nicht damit, dass die Baloise oder die Nürnberger Versicherung ihre Nationale Suisse Pakete verkaufen werden. Die Dividendenerhöhung auf 2.50 Franken sei keine Verteidigungsstrategie sondern stünde im Zeichen der guten Kapitalisierung seines Unternehmens, sagt Künzle.

In Belgien und Italien, wo die Ergebnisse unter den Erwartungen geblieben sind, rechnet Künzle dank neuen Teams und dem Programm 1+ in den nächsten Monaten mit signifikanten Verbesserungen. In den traditionellen Märkten seien die Wachstumschancen für Versicherer allerdings begrenzt.

Darum müsse man unbedingt auch in den Emerging Markets vertreten sein. Die drei Standorte Miami, Singapur und Kuala Lumpur seien darum für die Expansion der Specialty Lines sehr wichtig, so der Nationale-Suisse-CEO.

(AWP)