Unicredit will 14'000 Jobs abbauen

Die italienische Grossbank Unicredit plant einen grossen Umbau. Neben einer Kapitalerhöhung kündigt sie den Abbau von 14'000 Stellen an.
13.12.2016 08:23
Der Hauptsitz von Unicredit in Mailand.
Der Hauptsitz von Unicredit in Mailand.
Bild: Bloomberg

Unicredit will ihre dünne Kapitaldecke mit 13 Milliarden Euro frischem Kapital stopfen.

Die Kapitalerhöhung solle bis Juni umgesetzt sein, teilte die Muttergesellschaft der Münchner HypoVereinsbank am Dienstag mit. Damit soll die harte Kernkapitalquote bis 2019 auf mehr als 12,5 Prozent wachsen. Zunächst kostet der geplante Konzernumbau aber 12,2 Milliarden Euro, allein 8,1 Milliarden Euro schreibt die Bank auf Kredite ab. Um die Risiken zu senken, verkauft die Bank faule Kredite im Volumen von 17,7 Milliarden Euro an die Allianz -Fondsgesellschaft Pimco und den US-Finanzinvestor Fortress.

Dem Umbau sollen bis 2019 weitere 6500 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Insgesamt werde UniCredit damit 14.000 Stellen gestrichen haben, erklärte die Bank. Das senke die Personalkosten um 1,1 Milliarden Euro. Wie viel von dem Abbau auf Deutschland und Österreich entfällt, teilte sie nicht mit.

(Reuters)