Unsicherheit treibt Anleger in Franken-Obligationen

Die Obligationenbörse hat am Montag leicht angezogen. Im Gegenzug gingen die Renditen zurück.
16.01.2017 17:07
Frankenobligationen sind gefragt.
Frankenobligationen sind gefragt.
Bild: cash

Schwache Aktienmärkte, die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens, die Möglichkeit eines harten Brexit und die Angst, dass die Drohung des neuen US-Präsidenten Donald Trump, Autobauer mit Strafzöllen zu belegen, zu einem Handelskrieg führen könnte, liessen die Anleger Händlern zufolge nach den als vergleichsweise sicher geltenden Anleihen greifen. Die Umsätze waren aber dünn. "Das lag wohl auch daran, dass in den USA der Martin-Luther-King-Feiertag begangen wurde", sagte ein Händler.

Auch im Primärmarkt waren die Aktivitäten überschaubar. "In den kommenden Tagen werden wir aber einige Emissionen sehen", sagte ein Händler. Erwartet werden Kantonalbanken und auch Schuldner aus dem Ausland, etwa aus Australien und Neuseeland.

Die Rendite der zehnjährigen Eidgenossen-Bundesanleihe sank auf minus 0,178 (Freitag: minus 0,164) Prozent. Der März-Kontrakt des Zins-Futures Conf stieg um 22 Basispunkte auf 162,40 Prozent.

Wegen der politischen Risiken drohe ein Bremseffekt, hiess es im "Financial Market Monitor" des Zuger Anleihenmanagers Bantleon. Der Konjunkturaufschwung dürfte aber nicht in Gefahr sein. "Die Perspektive für Risiko-Assets bleiben mithin freundlich." Aktien hätten ihr Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft. Allerdings sollten sich Anleger trotzdem nicht vollständig aus den sicheren Häfen zurückziehen. "Die vielfältigen politischen Störquellen mahnen dazu, diese Asset-Klasse nicht ganz links liegen zu lassen", erklärten die Bantleon-Experten. 

(Reuters)