US-Börsen: Kleines Kursplus dank Konjunkturdaten

Die New Yorker Börsen haben am Dienstag gestützt von guten Konjunkturdaten leicht zugelegt.
29.11.2016 22:50
Freude über das Plus: Komjunturdaten treiben am Dienstag an den europäischen Börse den Kurs von Actelion,
Freude über das Plus: Komjunturdaten treiben am Dienstag an den europäischen Börse den Kurs von Actelion,
Bild: Bloomberg

Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,2 Prozent und damit noch stärker als gedacht. Die Rally im Zuge des überraschenden Siegs von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl klinge allerdings wohl ab, sagte Analyst Andre Bakhos vom Broker Janlyn Capital. Der Markt warte nun auf konkrete Hinweise darauf, wie Trumps Wirtschaftspolitik aussehen werde. Ermutigende Konjunkturdaten stützten den Markt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 19'121 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 2204 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 5379 Punkte. Im Verlauf markierte das Marktbarometer ein neues Rekordhoch von 5403 Punkten.

Bei den Einzelwerten stach die Aktie von Tiffany mit einem Plus von mehr 3 drei Prozent heraus. Der erste Umsatzanstieg seit acht Quartalen machte den Luxusjuwelier bei Anlegern begehrt. Florierende Geschäfte vor allem in Japan und China machten Rückgänge in angestammten Filialen wie der auf der Fifth Avenue in Manhattan mehr als wett.

Mehr als 3 Prozent abwärts ging es dagegen für Allstate. Der US-Versicherer will für 1,4 Milliarden Dollar den Handyversicherer Square Trader kaufen.

Praxair rückten um fast 3 Prozent vor. Der US-Industriegase-Hersteller Praxair nimmt einen neuen Anlauf zum Zusammenschluss mit dem deutschen Konkurrenten Linde.

Geringere Nervositätt hilft Europas Börsen

Einer Reuters-Meldung zufolge könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Stützungskäufe italienischer Staatsanleihen kurzfristig ausweiten, um Turbulenzen nach dem "Renzirendum" abzufedern. Der deutsche Dax legte um 0,4 Prozent auf 10'620 Punkte zu, der EuroStoxx50 stieg um 0,7 Prozent auf 3038 Zähler.

Am Ölmarkt rutschte der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee um 3,6 Prozent ab auf 46,50 Dollar je Barrel (159 Liter), da immer mehr Anleger daran zweifelten, dass sich die Opec bei ihrem Treffen am Mittwoch auf eine Reduzierung der Fördermengen einigen wird. "Die jüngsten Schlagzeilen suggerieren, dass es Einigkeit über die grundsätzliche Notwendigkeit einer Kürzung gibt", schrieben die Analysten der US-Bank Goldman Sachs in einem Kommentar. Politische Reibereien und Tauziehen um die Förderquoten der einzelnen Landes verhinderten bislang aber einen Deal. Ohne eine Einigung sehen die Experten den Ölpreis bis zum kommenden Sommer bei durchschnittlich 45 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 930 Millionen Aktien den Besitzer. 1429 Werte legten zu, 1526 gaben nach und 142 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1372 im Plus, 1442 im Minus und 216 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 6/32 auf 97-11/32. Die Rendite sank auf 2,2981 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 22/32 auf 98-18/32 und rentierte mit 2,9467 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit Käufen von Investoren zum Monatsende.

(Reuters)