US-Börsen kommen kaum vom Fleck

Die Wall Street hat am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt uneinheitlich geschlossen.
14.09.2016 22:35
Schwierige Tage für die Händler an der Wall Street.
Schwierige Tage für die Händler an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

"Die Märkte rechnen mit dem Schlimmsten - einer Zinserhöhung in den USA - und hoffen gleichzeitig auf das Beste", sagte der Geschäftsführer des Finanzhauses Janly Capital, Andre Bakhos. "Diese Denkweise führt zu Auf- und Abwärtsbewegungen."

Seit einiger Zeit rätseln Börsianer darüber, ob die Politik des billigen Notenbank-Geldes ihren Höhepunkt überschritten hat. Die Europäische Zentralbank (EZB) verzichtete vergangene Woche auf erhoffte zusätzliche Geldspritzen. Unklar ist zudem, ob die Bank von England (BoE) am Donnerstag nach ihrer Zinssenkung vom August nachlegt, um die Folgen des Brexit-Referendums abzufedern. Investoren fragen sich auch, ob die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung am 21. September den Leitzins beibehält oder anhebt. Ein Verzicht auf eine Zinserhöhung würde bestenfalls weitere Kursverluste verhindern, aber keine Euphorie auslösen, sagte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,2 Prozent tiefer auf 18'034 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,1 Prozent auf 2125 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte dagegen 0,4 Prozent auf 5173 Zähler.

Seit einiger Zeit rätseln Börsianer darüber, ob die Politik des billigen Notenbank-Geldes ihren Höhepunkt überschritten hat. Die Europäische Zentralbank (EZB) verzichtete vergangene Woche auf erhoffte zusätzliche Geldspritzen. Unklar ist zudem, ob die Bank von England (BoE) am Donnerstag nach ihrer Zinssenkung vom August nachlegt, um die Folgen des Brexit-Referendums abzufedern. Investoren fragen sich auch, ob die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung am 21. September den Leitzins beibehält oder anhebt. Ein Verzicht auf eine Zinserhöhung würde bestenfalls weitere Kursverluste verhindern, aber keine Euphorie auslösen, sagte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets.

Bei den Einzelwerten waren Papiere des Saatgutherstellers Monsanto gefragt, die sich um 0,6 Prozent verteuerten. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer kauft das Unternehmen für 66 Milliarden Dollar.

Ford nach pessimistischer Prognose im Verkauf

Unter Druck gerieten dagegen die Aktien von Ford, die knapp 2 Prozent verloren. Der Autobauer rechnet damit, dass die Geschäftsbilanz im kommenden Jahr wegen steigender Ausgaben schlechter ausfallen dürfte als 2016.

Bei Apple griffen Anleger beherzt zu. Dank einer starken Nachfrage nach dem neuen iPhone stiegen die Titel des US-Elektronikanbieters um 3,5 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 1420 Werte legten zu, 1565 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,89 Milliarden Aktien 1394 im Plus, 1432 im Minus und 178 unverändert.

Die US-Kreditmärkte begaben sich nach den Vortagsverlusten auf Erholungskurs. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 13/32 auf 98-9/32. Die Rendite sank auf 1,691 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 15/32 auf 95-27/32 und rentierte mit 2,448 Prozent.

(Reuters)