US-Börsen: Zeit, einzusteigen

Die Wall Street hat am Montag von einer Stabilisierung der Rohstoffmärkte profitiert. Viele Investoren sahen einen günstigen Zeitpunkt, um sich nach den Kurseinbussen seit Jahresbeginn wieder mit Aktien einzudecken.
22.02.2016 22:30
Ein guter Zeitpunkt, Aktien zu kaufen: Händler an der Wall Street am Montag.
Ein guter Zeitpunkt, Aktien zu kaufen: Händler an der Wall Street am Montag.
Bild: Bloomberg

Die Verluste der vergangenen Wochen seien übertrieben gewesen, sagte Portfoliomanager Aaron Clark von der Anlagefirma GW&K Investment Management. Die Aktienmarktturbulenzen hätten zuletzt die Sorge um die Weltwirtschaft noch verstärkt.

Als Gradmesser für die globalen Wachstumsaussichten gilt derzeit insbesondere die Entwicklung der Ölpreise. Diese zogen zu Wochenbeginn wieder deutlich an. Ein wichtiger Grund waren Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA), wonach die US-Förderung von Schiefer-Öl 2016 und 2017 unter dem Druck des Preiskampfes sinken wird.

Der Dow-Jones-Index schloss 1,4 Prozent fester auf rund 16'621 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte um gut 1,4 Prozent auf über 1945 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann um 1,5 Prozent auf knapp 4571 Punkte.

An der Wall Street standen vor allem Rohstoffaktien im Blick. Der Sektorindex stieg 1,9 Prozent. Der Börsenwert des Bergbaukonzerns Freeport-McMoran schoss sogar 14,6 Prozent in die Höhe.

Gefragte Krankenversicherer

Zu den Gewinnern zählten ferner Krankenversicherer. UnitedHealth, Anthem und Humana stiegen zwischen 3 und 4 Prozent. Die US-Regierung will die Zahlungen an Krankenversicherer erhöhen, die besondere Angebote für Ältere und Behinderte bereithalten.

Die Goldman-Sachs-Aktie stieg 1,3 Prozent. Die Grossbank rechnet inzwischen nur noch mit zwei Milliarden Dollar an Kosten für Rechtsstreitigkeiten. Im November hatte sie noch kalkuliert, zusätzlich zu bereits zurückgelegtem Geld 5,3 Milliarden Dollar zu brauchen.

An der New Yorker Börse wechselten rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 2389 Werte legten zu, 676 gaben nach und 105 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1974 im Plus, 829 im Minus und 146 unverändert.

Wegen der Kursgewinne an den Börsen waren die US-Kreditmärkte weniger als sicherer Anlagehafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 98-25/32. Die Rendite stieg auf 1,76 Prozent. Der 30-jährige Bond fiel um 3/32 auf 97-23/32 und rentierte mit 2,61 Prozent.

(Reuters)