US-Getränke-Hersteller - Coca-Cola bricht der Gewinn weg

Coca-Cola bricht angesichts hoher Kosten für die Ausgliederung seiner Abfüll-Aktivitäten in Nordamerika der Gewinn weg.
25.04.2017 14:15
Weniger Zucker ist gefragt: Coca-Cola sucht weiter nach Alternativen zur klassischen Limonade.
Weniger Zucker ist gefragt: Coca-Cola sucht weiter nach Alternativen zur klassischen Limonade.
Bild: cash

Der US-Getränke-Hersteller verdiente zum Jahresauftakt mit 1,18 Milliarden Dollar ein Fünftel weniger als vor Jahresfrist und auch weniger als von Analysten erwartet. Zudem sank der Umsatz das achte Quartal in Folge - diesmal um rund 11 Prozent auf 9,12 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Coca-Cola hatte bereits im Februar gewarnt, die Kosten der Ausgliederung der Abfüllung an Lizenznehmer seien höher als gedacht. Der Konzern will den Bereich angesichts geringer Gewinn-Margen und sinkender Nachfrage nach zuckerhaltigen Getränken in Nordamerika nicht mehr länger in Eigenregie betreiben.

Die Entwicklung zum Jahresauftakt sei von Coca-Cola aber so erwartet worden, sagte der scheidende Unternehmenschef Muhtar Kent. Daher halte man am Ausblick für das Gesamtjahr fest. Er sei zuversichtlich, dass sein Nachfolger James Quincey, der sein Amt kommende Woche antritt, den Konzern-Umbau erfolgreich abschliessen werde.

Quincey sagte, Coca-Cola arbeite weiter an Produkten mit weniger Zucker. Der Konzern leidet seit längerem darunter, dass Konsumenten vermehrt zu Wasser, Smoothies oder Tee statt zu Limonade greifen. Quincey zufolge strafft das Unternehmen zudem seine Geschäftsabläufe, um Kosten zu senken.

(Reuters)