US-Grossbank - Wells Fargo: Gewinn stagniert im ersten Quartal

Die wegen des Phantomkonten-Skandals in der Kritik stehende US-Grossbank Wells Fargo hat im Gegensatz zu den Rivalen Citi und J.P. Morgan ihren Gewinn zum Jahresauftakt nicht gesteigert.
13.04.2017 15:05
Ein harzendes Hypothekengeschäft macht Wells Fargo zum Jahresbeginn einen Strich durch die (Erfolgs-)Rechnung.
Ein harzendes Hypothekengeschäft macht Wells Fargo zum Jahresbeginn einen Strich durch die (Erfolgs-)Rechnung.
Bild: Bloomberg

Das drittgrösste US-Institut erwirtschaftete im ersten Quartal unter dem Strich 5,06 Milliarden Dollar, was leicht unter dem Vorjahreswert lag. Vor allem das Hypothekengeschäft entwickelte sich schwach. Hier lagen die Einnahmen mit 1,23 Milliarden Dollar um fast einem Viertel unter dem Vorjahreswert. Zudem stiegen die Kosten. Die Einnahmen insgesamt lagen den am Donnerstag vorgelegten Zahlen zufolge mit 22,0 Milliarden Dollar um rund 200 Millionen unter dem Vorjahr.

Wells-Fargo-Aktien verloren vorbörslich 1,1 Prozent.

Die Bank steht seit Monaten in der Kritik. Sie soll über Jahre rund zwei Millionen Konten ohne Genehmigung der Kunden eröffnet haben. Damit wollten Bankmitarbeiter offenbar hochgesteckte Verkaufsvorgaben erreichen. Wells Fargo hat sich bereits mit mehreren US-Behörden auf Geldstrafen geeinigt. Ihr drohen aber auch strafrechtliche Konsequenzen.

Die führende US-Bank J.P. Morgan hat hingegen im ersten Quartal ihren Nettogewinn um 17 Prozent auf 6,45 Milliarden Dollar gesteigert. Bei der Citigroup betrug das Plus ebenfalls 17 Prozent auf 4,09 Milliarden Dollar.

(Reuters)