US-Grossbanken - Citigroup schneidet besser ab als erwartet

Die US-Grossbank Citigroup ist besser durch das zweite Quartal gekommen als erwartet.
14.07.2017 14:35
Der Hauptsitz der Citigroup in New York.
Der Hauptsitz der Citigroup in New York.
Bild: Herve Boinay

Die breit aufgestellte Bank konnte ein deutlich schwächeres Kapitalmarktgeschäft unter anderem durch Zuwächse im Beratungsgeschäft etwa bei Börsengängen und Übernahmen ausgleichen. Auch das klassische Privat- und Firmenkundengeschäft lief in weiten Teilen besser, wenngleich die Bank mehr Geld durch faule Kredite verlor.

Unter dem Strich blieben 3,9 Milliarden Dollar Gewinn hängen, wie die Citigroup am Freitag in New York mitteilte. Das war mehr als von Analysten erwartet, aber weniger als die 4,0 Milliarden Dollar aus dem Vorjahreszeitraum. Die Aktie legte vorbörslich etwas zu.

"Unser Geschäft hat im Quartal weiter an Fahrt gewonnen", sagte Bankchef Michael Corbat. So sei das Kreditgeschäft weiter gewachsen. Die Banken profitieren hier von der gut laufenden US-Wirtschaft und langsam wieder anziehenden Zinsen in den Vereinigten Staaten. Konzernweit stiegen die Erträge - also die gesamten Einnahmen - um 2 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar.

Schwachpunkt war das Kapitalmarktgeschäft: Die Einnahmen aus dem Handel mit Anleihen, Rohstoffen, Währungen und Aktien gingen um ein Zehntel zurück. Damit schlug sich die Citigroup allerdings besser als Branchenprimus J.P. Morgan, der hier einen Rückgang von 14 Prozent vermeldet hatte. Hintergrund ist ein wieder ruhigeres Marktgeschehen nach turbulenten Monaten mit Brexit-Referendum und US-Präsidentschaftswahl.

(AWP)