US-Handelsministerium - Konsum der US-Amerikaner kommt wieder in Schwung

Die Kauffreude der US-Konsumenten hat im Juni weiter zugenommen.
31.07.2020 14:45
Eine Kundin zahlt in einem Wal-Mart-Laden in Burbank, Kalifornien, mit einer Kreditkarte.
Eine Kundin zahlt in einem Wal-Mart-Laden in Burbank, Kalifornien, mit einer Kreditkarte.
Bild: Bloomberg

Nachdem sich die Bürger wegen der Corona-Krise stark eingeschränkt hatten, zog der private Verbrauch nun den zweiten Monat in Folge an: Er legte im Juni um 5,6 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 5,5 Prozent gerechnet, nachdem im Mai ein Rekordplus von 8,5 Prozent herausgesprungen war.

Die Corona-Krise hatte im Frühjahr einen Konjunktursturz in den USA ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im zweiten Quartal um 9,5 Prozent, wobei insbesondere der Konsum in Zeiten des Lockdowns einbrach. Mittlerweile hat eine Erholung eingesetzt, doch trübt eine Welle von Corona-Neuinfektionen die Konjunkturaussichten und die Konsumstimmung. Das Barometer des Forschungsinstitut Conference Board fiel im Juli, wobei insbesondere die Erwartungen der Verbraucher deutlich pessimistischer ausfielen als im Vormonat.

Die US-Notenbank Fed, die neben Vollbeschäftigung stabile Preise fördern soll, achtet besonders auf Preisveränderungen bei den persönlichen Ausgaben der Verbraucher, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Diese Teuerungsrate fiel im Juni um einen Tick auf 0,9 Prozent und entfernte sich dabei noch weiter vom Ziel der Notenbank von zwei Prozent. 

(Reuters)