US-Konzerne wollen vierteljährliche Prognosen abschaffen

Eine von J.P.-Morgan-Chef Jamie Dimon angeführte Allianz US-amerikanischer Investoren und Unternehmenschefs will die Finanzberichterstattung der Konzerne langfristiger ausrichten.
21.07.2016 10:40
Blackrock-Chef Larry Fink gehört zu den 13 US-Wirtschaftsgrössen, die neue Richtlinien für gute Unternehmensführung herausgegeben haben.
Blackrock-Chef Larry Fink gehört zu den 13 US-Wirtschaftsgrössen, die neue Richtlinien für gute Unternehmensführung herausgegeben haben.
Bild: Bloomberg

Nach einjährigen Beratungen veröffentlichten sie am Donnerstag neue Richtlinien guter Unternehmensführung. Darin sprechen sie sich gegen vierteljährliche Gewinnprognosen aus.

Immer nur das Erreichen kurzfristiger Ziele in der Vordergrund zu stellen, sei oft kontraproduktiv für den langfristigen Unternehmenserfolg, heisst es in den Richtlinien. Die Unternehmen sollten sich nicht verpflichtet fühlen, diese Prognosen abzugeben, wenn sie den Aktionäre keine Vorteile verschafften.

Zu den Protagonisten der Initiative zählen neben Dimon auch der Chef des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, die Investorenlegende Warren Buffett sowie General-Electric-Chef Jeff Immelt. Insgesamt beteiligten sich 13 Grössen der US-Wirtschaft an der Entwicklung der unverbindlichen Richtlinien, die am Donnerstag in verschiedenen US-Zeitungen veröffentlicht wurden.

(AWP)