US-Notenbank - Fed lässt Termin für Bilanzabbau offen

Die US-Notenbank Fed hält sich die Möglichkeit eines schnellen Abbaus ihrer Notenbankbilanz weiterhin offen.
16.08.2017 20:35
Die US-Notenbank Federal Reserve in Washington, D.C.
Die US-Notenbank Federal Reserve in Washington, D.C.
Bild: Bloomberg

Die Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vertritt die Ansicht, dass die Inflation mittelfristig auf das anvisierte Ziel von 2 Prozent steigen wird, wie aus es dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des FOMC vom 25. bis 26. Juli hervorgeht.

Einige Notenbanker seien aber davon ausgegangen, dass die Teuerung noch mit einiger Wahrscheinlichkeit länger unter der Marke von 2 Prozent verharren dürfte als bisher gedacht. In den USA ist die Inflation trotz einer vergleichsweise gute Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin ungewöhnlich schwach. Während ein Teil der Währungshüter dies als ein vorübergehendes Phänomen einschätzt, sehen andere vielmehr eine strukturelle Inflationsschwäche in den USA.

Die meisten Ratsmitglieder hätten sich dafür ausgesprochen, den Beginn des Abbaus der Notenbankbilanz auf einer der kommenden Sitzungen zu verkünden. Aus dem Protokoll ging nicht hervor, wann genau die Fed den Beginn des Bilanzabbaus einläuten will.

(AWP)